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Geist - Bewusstsein - Information

Geist – Information - Bewusstsein   =  Energie - Realität

 

Wir haben heute kaum eine andere Wahl mehr, als anzuerkennen, dass es die physische materielle Realität gibt und gleichzeitig zu wissen, dass es sie in der Form, wie wir sie erfahren, nicht geben kann. 

Die  Forschungsergebnisse der Quantenphysik  weisen eindeutig darauf  hin, dass die Welt, die wir erleben, weder aus Materie, noch aus Energie besteht, sondern eine vernetzte Information darstellt. Diese Welt endet  in den Weiten des Kosmos, in die auch unsere besten Teleskope nicht mehr sehen können und in den Tiefen der Quantenwelt, wo die Beziehungsstrukturen Subatomarer Teilchen im Nullpunktfeld auseinander brechen. Die Welt, die wir erleben ist begrenzt und wieder einmal sind wir an unsere menschlichen Erkenntnisgrenzen gestoßen. Wieder einmal zeigt sich, dass diese Idee bereits in den Upanishaden entwickelt wurde: Brahman, die Quelle, wird zu Atman, dem Bewusstsein und im Licht des Bewusstseins erscheint der Kosmos des Menschen. Buddha meinte dazu: 

 

„Alle Dinge entstehen im Geist, sie sind unseres Bewusstseins Schöpfung.“

 

Wir tun uns heute schwer damit, diesen alten Weisheiten zu trauen und doch führen uns unsere modernen Forschungen zu den gleichen Ergebnissen. Unsere Realität, die wir in jedem Moment unseres Lebens um uns erleben, unser Denken und Fühlen, existiert nur in einem Geist. In der Quelle von allem was ist. Dieser eine Geist ist die Quelle des Bewusstseins, das wir so gerne für uns selbst beanspruchen. Dieser eine Geist ist der Schöpfer sowohl des menschlichen Bewusstseins, wie dem von Tieren und Pflanzen. Die Grenze dieses Bewusstseins nennen wir heute Nullpunktfeld. Das Nullpunktfeld ist eine Art schwarzes Loch, in dem alle unsere Vorstellungen von Zeit, Raum, Dimensionalität, Logik usw. enden. Es ist in seinem Urzustand pures ungezügeltes Chaos. Aus diesem Chaos erschafft  das menschliche Bewusstsein  eine Realität, die es dann als außerhalb von sich und von sich verschieden erfährt.

Diese Weltsicht ist der aktuellen Wissenschaft noch völlig fremd, obwohl sie die Grundlage der meisten alten  metaphysischen Systeme ist. Unsere Welt ist so offensichtlich materiell, dass jeder Versuch dies in Frage zu stellen, als eine Art „Realitätsverlust“ abgelehnt wird. Doch die Annahme, dass „Geist“ das Material ist, aus dem unsere Welt aufgebaut ist, steht nicht mit Ergebnissen der Quantenphysik in Konflikt, wohl aber mit den traditionellen westlich-wissenschaftlichen Annahmen. Obendrein scheinen die Aussagen der modernen Physiker so weit von unserem tatsächlichen Erleben entfernt zu sein, dass man meinen könnte, sie wären ohne Belang.

 

Alles „nur“ im Geist

Doch sie sind so grundlegend, dass man sie als Basis unseres Bewusstseins ansehen muss, in dem unsere Erfahrungen, Wahrnehmungen, Träume, Empfindungen,  Gedanken und Emotionen als Formen erscheinen und wieder vergehen. Ohne unser Bewusstsein, das die, aus der tiefsten uns zugänglichen Ebene aufsteigenden, Informationen vernetzt und interpretiert,  gäbe es nichts von alledem. 

 

Gen 2,19-20: 

Gott formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen. Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. ….

 

So ist es bildlich in der Bibel beschrieben. Ähnliche Beschreibungen finden sich in allen Religionen. Heute weiß ich, wenn ich einen Baum sehe, rieche, fühle und ertaste, dass  ich ihn nicht direkt wahrnehme. Was wirklich passiert ist, dass in mein Auge einfallendes Licht chemische Reaktionen in der Netzhaut auslöst, die wiederum elektro-chemische Impulse erzeugt. Diese Impulse wandern entlang der Nervenfasern zum Gehirn. Im Gehirn werden die ankommenden Daten analysiert und in einem unvorstellbar komplexen Vorgang zu einem Bild zusammengestellt, dass darstellen soll, was ich da draußen wahrnehme. Erst dann habe ich die Erfahrung: Ich sehe einen Baum. Jedoch was ich da wirklich erfahre, ist nur die Interpretation einer  übermittelten Information an das Bewusstsein, das dann ein Bild erscheinen lässt.

Dieser Wahrnehmungsprozess gilt für alles, was ich erlebe, weiß, fühle und mir vorstelle. Er gilt für jeden Ton, jedes Gefühl, jeden Gedanken, jede Farbe und Geschmack. Alles was wir erfahren sind Informations-Interpretationen, die durch das Bewusstsein eine Form erhalten und dann  auftauchen.

Es ist alles und immer eine Interpretation von vorhandener Information.

Brahman erschafft, Atman lässt es erscheinen, Brahman sieht, das es gut ist. 

 

Platons Idee, dass alles nur Idee ist:

Der griechische Philosoph Platon hat für diese ursprüngliche Information den Begriff „Idee“ verwendet. Seine  Ideenlehre ist eine philosophische Konzeption, der zufolge Ideen (Information) als eigenständige, dem Bereich der sinnlich wahrnehmbaren Objekte übergeordnete Entitäten existieren. Platonische Ideen sind beispielsweise „das Schöne an sich“, „das Gerechte an sich“, „der Kreis an sich“ oder „der Mensch an sich“. Nach seiner Ideenlehre sind die Ideen =  Informationen nicht bloße Vorstellungen im menschlichen Geist, sondern eine  metaphysische Realität. Die Ideen, nicht die Objekte der Sinneserfahrung, stellen die eigentliche Wirklichkeit dar. Sie sind vollkommen und unveränderlich und dienen dem Bewusstsein als Urbilder und grundlegende Muster zur Schöpfung der einzelnen individuellen, vergänglichen Sinnesobjekte. Sie sind die Voraussetzung für  deren Existenz.

Platons Ideenkonzeption steht daher im Gegensatz zur Auffassung, dass die Einzeldinge die gesamte Wirklichkeit ausmachen und entlarvt hinter der Vielfalt der Dinge nur das Bedürfnis, Ordnungskategorien der Phänomene zu konstruieren. Seine Ideenlehre löst jedoch nicht das Problem, woraus denn die physische Welt besteht, die wir anfassen, sehen, hören, schmecken und riechen können. 

 

Demokrits Atome

Demokrit, ebenfalls ein griechischer Philosoph, postulierte, dass die wahrnehmbare Schöpfung aus kleinsten, unteilbaren Einheiten, den Atomen, zusammengesetzt sei. Seine zentrale Aussage dazu  lautet „Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum.“  Er stellte sich jedes dieser Atome als fest und massiv, aber nicht gleich vor. Es gebe unendlich viele Atome: runde, glatte, unregelmäßige und krumme. Wenn diese sich einander näherten, zusammenfielen oder miteinander verflochten, dann erschienen die einen als Wasser, andere als Feuer, als Pflanze oder als Mensch. Demokrit entwickelte seine Lehre soweit, dass er selbst eine Art Energie, also etwas nicht festes postulierte, indem er die Meinung vertrat, dass sich auch Sinneswahrnehmung und Seelenexistenz auf atomistische Prinzipien zurückführen ließen. Er nahm dafür „Seelenatome“ an, aus denen die Seele bestehe. Stirbt ein Mensch, lösen sich  diese Seelenatome aus dem Verbund und verfliegen im leeren Raum. Sie können sich wieder einer neuen Seele anschließen, die sich gerade bildet, wenn sie wollen. Er nahm tausende Jahre vor unserer Quantenphysik vorweg, dass alles, was sich im Weltall bewege, auf Zufall oder Notwendigkeit beruhe, weil alle Atome von Anbeginn an, eine ihnen innewohnende Bewegung im Leeren besitzen. Demokrit führte damals „Notwendigkeit“ auf die mechanisch wirkenden Ursachen zurück und so ist es bis heute in der klassischen Wissenschaft überliefert.

Er blieb jedoch die Ursache für die mechanischen Wirkungen, ihre Gesetze, sowie den Zufall schuldig.

 

Das Zusammen und Zugleich

Erst wenn Platons Ideenlehre und Demokrits Atome zusammengebracht werden, entsteht ein theoretisches Modell unserer Welt. Platon erdachte die unabhängige, reine und ideale „Idee“, die Information. Demokrit erdachte das von Regeln und Gesetzen abhängige Atom. Wobei wir uns heute darüber klar sind, dass „Regeln und Gesetze“ nichts anderes als platonische Ideen, also Informationen sind, nach denen das Bewusstsein die Realität strukturiert. 

Thomas Young erdachte später die „Energie“, James P. Joule erdachte die „Elektrizität“, Max Planck erdachte das „Quant“ und Nils Bohr erdachte das erste „Atom-Modell“, Albert Einstein erdachte die „Raumzeit“ - seither wissen wir um diese Gedanken und nehmen sie für wahr an. Selbstverständlich nicht ohne Begründungen ihrer mathematischen oder phänomenalen Natur. Doch diese Begründungen fußen alle auf alle auf den Regeln des Bewusstseins, seinem Wissen und Glauben und den ihm zugänglichen Informationen..

Damit wird das Bewusstsein zum legitimen Torwächter der von uns erlebten Realität, die aufgrund seines Wissens, zuverlässig stabil, wiederholbar und voraussehbar ist. Sie ist jedoch dadurch auch begrenzt. Das Bewusstsein ist zB. so sehr von der Existenz von Energiequanten besessen, dass es ihm völlig entgeht, dass Energiequanten seine eigene Erfindung sind. Es ist so von der Existenz der Energiequanten überzeugt, dass es eine neutrale physikalisch nicht nachweisbare Potentialwelle ausschließlich in ein Energiequant transformiert, wenn es sie beobachtet. Es nennt es dann den Zusammenbruch der "Wellenfunktion". Die Überzeugungen des Bewusstseins kommen schon im Aufbau und in der Ausführung einiger physikalischer Versuche, zB. des „Doppelspalt-Experimentes“ zum Ausdruck, das nur das Verhalten eines Energiequants untersucht, nicht aber dessen Vorhandensein.

Im Nullpunktfeld entsteht ein Energiequant erst, wenn ein Bewusstsein das Nullpunktfeld beobachtet (misst). Folglich entsteht auch ein Energiequant erst, wenn ein Bewusstsein während des Experimentes ein Energiequant beobachten WILL. Genauso, wie es vorher die Frage formulierte, deren Antwort es sich aus dem physikalischen Experiment erhofft. Die Frage legt bereits fest, welche vorhandenen Glaubenssätze im Bewusstsein gestärkt oder geschwächt werden sollen. 

Solange wir also nicht ergründen wollen, warum wir denn an ein physikalisch vorhandenes Universum glauben, solange werden unsere Forschungsergebnisse nur beweisen, was wir glauben.

Solange wir an eine von uns verschiedene Realität glauben, solange werden wir uns dies beweisen und zwar mittels des Bewusstseins, das Informationen in energetische Formen transformiert und uns diese dann als "materialisiert" präsentiert.  Siehe: Gen 2,-20:  Gott formte aus dem Ackerboden .... 

 

Da dies ein schwieriges Thema ist, lies es einfach noch einmal. 

Im nächsten Beitrag werde  ich dann der Frage nachgehen, woher Information überhaupt kommt und was sie ist. 

 

Alles liebe

Hans