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Was ist eigentlich so wichtig?

Was ist eigentlich so wichtig?

 

Es wird viel publiziert über die Veränderungen der Welt, durch die wir jetzt gehen. Man könnte den Eindruck bekommen, dass es unabdingbar lebensnotwendig sei, sein ganzes Weltbild zu revidieren. Scheinbar ist alles, was man so gelernt hat falsch und nichts ist so wie es scheint. 

Das ist alles eine Übertreibung!

Als Kopernikus im 15. Jahrhundert herausfand, dass das als gültig angesehene Weltbild des Ptolemäus wohl doch nicht stimmte, entstand zwar in der damaligen wissenschaftlichen Gemeinde ein großer Aufruhr, aber sonst geschah nicht viel.

Für das Erleben der Menschen war es vollkommen gleichgültig ob sich die Erde um die Sonne drehte oder die Sonne um die Erde. Das Erlebnis des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs wurde dadurch nicht geschmälert und auch die Jahreszeiten änderten sich nicht. Man könnte also meinen, die Entdeckung Kopernikus's wäre nur eine akademisch theoretische Korrektur ohne konkrete Auswirkung auf das Leben der Menschen. Zu der damaligen Zeit war das auch so. Doch wie sehen wir Heutigen es an? Wir fliegen in den Weltraum, zum Mond und zum Mars und sogar zum Jupiter. Wer heute noch glaubt, dies sei auch mit dem Model des Ptolemäus möglich, der irrt. Um eine erfolgreiche Raumfahrt zu praktizieren bedurfte es des heliozentrischen Weltbildes, denn sonst hätten wir unsere Ziele auf Mars, Mond und Jupiter nicht erreicht. Es bedurfte also annähernd 400 Jahren, damit sich die Vorteile der kopernikanischen Entdeckung zeigen konnten. Das ist eine lange Zeit für Menschen. Heute zweifelt wohl niemand mehr daran, dass Kopernikus Recht hatte.

 

Das Gleiche geschieht genau heute mit den Erkenntnissen der Quantenphysik. Die aus der Kenntnis über das Verhalten von Bewusstsein und Energie entstehenden neuen Welt-Modelle sind so dramatisch, dass wir sie im Moment nur sehr schwer annehmen können. Es geht uns nicht anders wie den Wissenschaftlern zu Kopernikus's Zeiten. Es wirft alles über den Haufen, was wir seit Isaak Newton über die Welt zu wissen glaubten. Das ist tatsächlich schwerer Tobak und es wird wieder eine lange Zeit brauchen, bis es zum allgemein akzeptierten Wissen wird. Ich nenne es mal das "neue Wissen". Dieses neue Wissen wird sich ausbreiten wie Wasser in einem Schwamm und alle Bereiche des menschlichen Lebens durchtränken. Es wird dazu führen, dass es ein Verschmelzen der rational orientierten Wissenschaften mit der Philosophie und der Theologie/Spiritualität geben wird. Unser Tamagotchi (Ego) ist sehr neugierig und es wird Mittel und Wege finden das neue Wissen zu benutzen. Genauso, wie es das schon immer mit neuen Erkenntnissen getan hat. Es wird Menschen geben, die diese Entwicklung ablehnen. Diese Menschen werden aussterben. Das hat die Evolution auch immer schon so geregelt und übrig bleiben die, die das neue Wissen anerkennen, aufnehmen, benutzen und davon profitieren. Adaption ist eben nicht nur im Physischen eine evolutionäre Tugend.

 

Warum schreib ich das heute?

Es ist im Moment vollkommen egal ob du Zeit als einen aus der Vergangenheit kommenden, in die Zukunft weisen Vektor ansiehst, oder der Meinung bist, dass Zeit die Bewegung des Raumes ist, der sich in einer vieldimensionalen Hilbert-Struktur anordnet. Für dich bleibt das phänomänologische Erleben immer das Gleiche: Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter, der Mond geht auf, der Mond geht unter, der Wecker tickt usw. Damit sich aber das Bewusstsein selbst erkennen kann, was soviel bedeutet wie: selbst verstehen, ist ein anderes Zeit-Modell erforderlich. Das alte Modell liefert nämlich keine Erklärungen für das neue Wissen. Dir kann das egal sein, wenn du dein ruhiges Leben weiterleben willst. (Was dir wahrscheinlich aber nicht gelingen wird!) Es ist im besten Fall für deine Ur-Enkel relevant, wenn die anfangen mit Zeitreisen zu experimentieren. Spätestens dann sollten sie über ein Zeitmodell verfügen, das besser passt als das Kreismodell von Omas Wecker.

 

alles liebe

Hans