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Ein Brief an Dich

Ein Brief an Dich

 

Egal welche Nachricht von mir kommt, ob Blog, Weblink, Posting, Email, Brief. Sie ist immer von mir und bereits durch meine Gedanken gegangen, die entschieden haben, sie dir zu schicken. Daher kannst du immer davon ausgehen, dass es mir wichtig ist, dir diese Information zu geben. Manchmal erscheint es so, dass die Automation der elektronischen Nachrichtenverteilung, eine Nachricht unwichtiger werden lässt. Dem ist aber nicht so. Der Inhalt einer Nachricht und ihr Absender ist der Sinn der Nachricht, gleichgültig auf welchem Weg sie zu dir findet. Wie oft hast du schon aus Büchern, die du zufällig in die Hände bekamst, eine Erkenntnis erhalten?

 

Leider ist es heute so, dass die meisten Nachrichten nur noch kopiert werden. Zahlreiche Quellen berichten über das gleiche Geschehen. Doch nicht nur das macht die Information langweilig, sondern auch, weil niemand ernstlich entscheidet, ob eine Information auch wirklich wichtig ist. Es herrscht eine Informations-Inflation, die dazu ermuntert, gar keine Informationen mehr aufzunehmen oder nur noch die, die am Lautesten, Buntesten oder Schrecklichsten sind.

 

Ich lebe zur Zeit in Kyparissia am Ionischen Meer. Darüber bin ich gerade jetzt ganz froh, auch wenn hier, wie fast überall auf der Welt, eine Ausgangssperre herrscht. Es ist jedoch eine griechische Ausgangssperre, die eine gewisse Gelassenheit beinhaltet. Es ist also nichts Tragisches. Hier auf dem Land gibt es weder Polizei noch Kontrollen, keine Striche auf dem Boden und auch keine Beschränkungen beim Einkaufen im Supermarkt. Trotzdem ist Griechenland (heute) noch nicht in der Liste, der von COVID-19 betroffenen Ländern enthalten, die von der John Hopkins University erstellt wird. Was bedeutet, das Griechenland hier wohl was richtig macht. Aber auch hier ist fast alles zum Erliegen gekommen. Keine Busse, keine Restaurants, keine Hotels, keine Schiffe, kein Flüge. Die Grenzen sind dicht und zur Zeit gibt es für mich keine Rückreisemöglichkeit

- und das ist mir tatsächlich recht. 

 

Die Konsequenzen dieser Maßnahmen werden die Staaten noch zu spüren bekommen. Es tut mir leid um all die Menschen, die in der nächsten Zeit ihre Geschäfte, Pensionen und Hotels für immer schließen müssen, weil es keinen Staat gibt, der Milliarden um Milliarden in sein Land pumpen kann. Es tut mir leid um die Menschen, die in Indien, Ozeanien und Afrika in dieser Krise weitgehend auf sich gestellt sind, ohne Hoffnung auf wirksame Hilfe. 

 

Ich fiebere auch keiner Zukunft entgegen, in der wieder alles so ist wie vorher. Im Gegenteil, ich hoffe, es wird nur wenig wieder so sein, wie es war. Ich konzentriere mich auf das, was ich in Zukunft erleben möchte, wie unsere menschliche Welt-Gesellschaft funktionieren soll und was dafür erfunden und abgeschafft werden muss. Doch ich bin kein hoffnungsloser Optimist. Vieles wird zunächst schlechter werden, bevor es wieder besser werden kann. Ich glaube fest daran, dass jeder Einzelne so stark ist, dass er sich nicht länger bange machen lässt, positiv bleibt und auch trotz aller Schrecknisse, Entbehrungen und wirtschaftlichem Verfall keine Angst entwickelt.

 

Ich schreibe in einer ländlichen Abgeschiedenheit, in die ich bereits vor Monaten geführt wurde, meine Geschichten, produziere neue Schwingkreisradio Beiträge  und hoffe bald meinen Roman "Omnisphere" abzuschließen. Nebenbei kann ich Strandspaziergänge mit dem Hund absolvieren, fotografieren, programmieren, lesen und meditieren. Gestern hatten wir hier ca 200 km Sicht, so sauber ist die Luft.

Die Inseln Kefalonia und Zakinthos erschienen am Horizont ganz groß und klar, was selten mal passiert. Aber wenn weltweit die Industrie und der Verkehr stehen, wird eben die Luft schnell sauber. Da ist es gut zu wissen, dass sich die Erde mal von dem Lärm und dem Gestank erholen kann, den wir Menschen ihr tagtäglich zugemutet haben. Ich kann nicht absehen, was die menschliche Angst vor Corona jetzt und auch in Zukunft mit der Zivilisation macht. Ich weiß nur, dass nach wochenlanger Recherche, der so gefürchtete Virus mir nicht bestialischer erscheint, als ein gewöhnlicher Grippe Virus. Trotzdem haben die Politiker der Welt entschieden, daraus etwas zu machen, mit dessen Auswirkungen wir alle noch die nächsten Jahre beschäftigt sein werden. 

 

Ich schaue mit Sorgen auf Indien, Polynesien und vor allem Afrika, wo fast die Hälfte der Menschheit lebt. Hier sind 3.6 Milliarden Menschen der Epidemie hilflos ausgesetzt. Ich glaube den WHO Prognosen, die von einer weltweiten Todesrate von 5% ausgehen. Die meisten davon in den armen Ländern der Erde. In den Folgeschäden des Shutdowns werden noch weitere Hundert-Tausende stecken. Über einen Zeitraum von 20 Jahren wird das zu einer 1/3 Reduktion der Weltbevölkerung führen. Angesichts dieser Zahlen verblasst jede Lokalnachricht oder Expertenstreit. Wir werden trotz Toilettenpapier-Geraufe und Supermarkt-Sitzstreiks diese Krise ausleben müssen.

Nicht etwa kontrollieren oder beenden. Ausleben - durch Rezession über Rezession, Arbeitslosigkeit, Deflation und Inflation. Es wird sich Krise an Krise reihen und wir können von Glück sagen, wenn aus Krise nicht Krieg wird. Die Sprachwahl der Politik bereitet uns ja bereits darauf vor: Der totale Krieg gegen einen unsichtbaren Feind (S.Kurz, Kanzler, AT und E.Marcon, Präsident, F).
Zur Zeit bezweifel ich,, dass wir etwas gelernt haben. Wird es eng, fallen wir zunächst in eine Sprache zurück, die seit über 80 Jahren niemand mehr ausgesprochen hat und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt für die Menschheit, entsprechende Taten folgen zu lassen.

 

Was in den nächsten Wochen und Monaten passiert, sollten wir alle genau beobachten. Es kann die Erstverschlimmerung einer homöopathischen Medizin sein, die hoffentlich Genesung bringt. Es kann aber auch etwas Unheilbares zum Vorschein bringen. Etwas, das nur noch die überweltliche Kraft heilen kann, die wir als Menschen in unserer Rationalität so weit von uns weisen.

Das Bewusstsein von Milliarden Menschen ist durch den Klimakatastrophen-Wahn verängstigt worden und das annähernd unbewusst agierende Zellbewusstsein hat so von der Zerstörung der "grünen Lunge" des Planeten erfahren. Als Resonanz baut es jetzt den CO2 Austausch in der menschlichen Lunge ab.

Wir nennen das dann COVID-19. 

Nun gut, das ist meine Meinung und du kannst sie teilen oder auch nicht, denn jeder bastelt sich seine Synchronizitäten selbst zusammen. Ich bin nicht verängstigt. Ich bin bei aller Dramatik des Geschehens, weitgehend für alle Menschen positiv gestimmt, die bereit sind umzudenken, sich zu entwickeln und demnächst anders zu handeln. Leider gehören die heutigen "systemrelevanten" Menschen nicht dazu.

 

In jedem von uns steckt mehr als die Person, die wir darstellen, mehr als wir überhaupt ahnen. Wir sind Flüchtlinge in unserer eigenen Existenz, die den wunderbaren Ort ihres Lebens, die Erde, fast zugrunde gerichtet haben. Wir haben vergessen, dass alle Völker der Erde in jedem von uns ihre Spuren haben. Wir wollen nicht wahrhaben, dass es jenseits der, von uns selbst erschaffenen, formalen Grenzen keine Ausländer, keine Fremden gibt. Die Indianer, Zigeuner, Aborigines, Anasazis, Tuareg, Beduinen, Massai, Inder, Chinesen, Maori, Sumerer und Ägypter in uns werden uns jedoch lehren, was Gemeinschaft, Achtung, Mitgefühl, Fürsorge und Mitmenschlichkeit bedeuten. Sie werden uns an die Hand nehmen und es uns zeigen, während wir es spüren, denn sie kennen keinen Fremdenhass, dafür aber eine grenzenlose Gast-Freundschaft. 

 

Diese schweren Gedanken lassen mich nicht verzweifeln, denn: "Ich bin noch hier und ich habe keine Angst". Das habe ich vor ein paar Tagen geschrieben und genauso ist es. Ich stehe ganz und gar hinter dem Video: "Dem Virus eine Stimme geben!"  Ich hätte es nicht besser schreiben können.
Vielleicht bringen uns diese Art Informationen ja zum Erkennen und, was viel wichtiger ist, zum Handeln im Sinne der Erkenntnis. Ich sage "Vielleicht"! 

 

Lass dein Licht leuchten! 

alles liebe

Hans