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56 Wochen und nichts gelernt

56 Wochen und nichts gelernt

Ein Kommentar für die Freiheit

 

Unsere Freiheit wird so lange abwesend bleiben, wie die Menschen die Langzeit-Show der Polit-Akteure noch mitmachen.

 

Paulo Coelho schreibt in seinem Buch "Der Weg des Bogens":

Wer kein Risiko eingeht, der kann beim nächsten Mal auch nicht wissen, was er besser zu machen hat!"

 

Nun, denn. So werde ich bei einem Thema wortbrüchig, von dem ich versprochen hatte,  darüber nichts mehr zu schreiben. Ich gehe das Risiko ein, dich zu enttäuschen. Doch angesichts der langen Zeit, in der eine unfassbar massive Propaganda-Maschine aktiv gearbeitet hat, greife ich einen Text wieder auf, den ich schon einmal im letzten Jahr publiziert hatte. Nur jetzt aktualisiert und schärfer formuliert. 

 

Es ist nach 56 Wochen Corona Erfahrung nichts besser geworden:

Die Grünen zeigen ihr wahres Gesicht, indem sie die Spaltung in Infizierte und Nicht-Infizierte betreiben wollen. Am besten noch in Form von abgeriegelten Terrains und Stadtteilen, die von einer der Gruppen nicht mehr betreten werden dürfen. Hatten wir schon. Wurde 1945 aufgelöst und die Verursacher dafür in den Knast gesteckt.

 

Die CDU offenbart ihre Feigheit, indem sie sich auf die angeblich föderale Struktur der Bundesrepublik beruft und den Knappen der Länder die Verantwortung zuschiebt. Die Einführung von DIGITAL ist ihr Zauberwort. Doch sie ist wohl eher Goethes Zauberlehrling. Aber es ist ja bald Wahlkampf und die 40% Wählerzustimmung soll ja nicht so schnell wegschmelzen, wenn es schiefgeht.

 

Der SPD und den Gewerkschaften sind die Klassenfeinde abhanden gekommen. Die bösen Unternehmer, der Arbeitskampf, das Proletariat, die Bourgeoisie und alles das, entpuppt sich als Chimäre.  Alle sind gleich pleite und keiner ist schuld. Da lässt sich doch die politische Richtungslosigkeit sehr schön und laut unter dem Deckmäntelchen der gesundheitlichen Besorgnis eines einzelnen Gesundheitsspezialisten verbergen. 

 

Die mageren Kommentare der FDP verwehen im Sturm der Corona Nachrichten. Egal ob Verschwörung oder nicht, von den Gelb-Blauen ist nichts wahrnehmbar. Gibt es die überhaupt noch?

Und die AfD schaufelt am eigenen Grab. Rechts, rechts und noch weiter rechts ist der Abgrund, in den man am Rand der Scheibenwelt fällt. Nur leider ist da kein Walhalla, in dem man dann in Ehren aufwacht. Eine von grundauf reaktionäre Idee zersetzt sich von allein, wenn man sie sich selbst überlässt.

 

Die Linke um Sarah Wagenknecht und Gregor Gysi haben sich zwar auch in die Schützengräben verzogen und ballern wie zu besten Ego-Shooter-Zeiten aus dem Hinterhalt in die Medien, richten aber auch nichts gegen die Volks-Angst "Corona" aus.  Aber immerhin hat sich die Linke noch ein erkennbares Profil bewahrt.

 

"Corona" hat sie alle gezwungen, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Es scheint mir, die Politik habe ihre Entscheidungsgewalt den Medizinern übergeben, die, wie schon immer, die Menschen mit Krankheit, Siechtum und Tod, in Angst und Schrecken versetzen. 

 

Jetzt schreien alle Parteien nach dem "AHA", das ihnen wohl selbst als Ausruf einer plötzlich eintretenden Erkenntnis abhanden gekommen ist.  Sie fordern logischerweise die Maskenpflicht, denn damit können sie noch eine Weile ihr wahres Aussehen verbergen. So wie Adam und Eva zum Feigenblatt griffen, um ihre Lust vor Gott zu verbergen. Aber das wird nicht funktionieren. Niemand kann das Volk auf Dauer belügen.

Auch wenn die Lüge anfangs aufgrund von Uninformiertheit und Datenmangel entstand, so bleiben die ersten Reaktionen auf "Corona" von Panik geprägt und werden ihre Folgen noch viele Jahre hinter sich her schleppen. Natürlich sind die Politiker alles Menschen und Menschen machen nun einmal Fehler. Das muss so sein, denn sonst würden sie ja nichts mehr lernen. Aber in manchen Ämtern gehört es zum guten Ton, die eigenen Fehler mit dem Abdanken zu quittieren.

Das aber liegt den Polit-Akteuren in der Regierung fern. Sie ergehen sich in der Annahme hervorragend reagiert zu haben und sulen sich in dem Wissen, dass es fast unmöglich ist, ihnen das Gegenteil zu beweisen. Nun gut, gegen eine eigene Einschätzung ist ja nichts einzuwenden, auch wenn sie völlig daneben liegt.

 

Seit über 56 Wochen leben wir mit panischen Überreaktionen auf "Corona".  Man oder besser Frau regierte mit Angst und nicht mit Umsicht.  Zu recht wohl, denn die Angst, dass herauskommen würde, das Gesundheitssystem geschrottet zu haben, weil es weitgehend privatisiert wurde und nach Profit-Grundsätzen, statt nach Gemeinwohl-Grundsätzen betrieben wird, besteht zu Recht.

Eine der  ersten Angst-Lügen war, dass die Bettenkapazitäten nicht ausreichen würde, aber nachdem man seit zwölf Monaten weiß,  dass 95% der von Corona infizierten Menschen gar nicht krank werden, hätte schon allein das zu einem Absetzen der Maßnahmen führen müssen. Stattdessen wurde den Angst-Treibern - und medizinische Wissenschaftler sind Angsthasen - gestattet, massiven Einfluss auf das Regierungsgeschehen zu nehmen und ein ganzes Volk in Erzwingungshaft zu stecken.
Anstatt die Medien zu beruhigen und die Angst im Volk zu ersticken, feuerte das RKI - die oberste Gesundheitsbehörde des Bundes - aus allen Rohren, um die Angst anzuheizen.

 

Und alle Medien machten aus Quoten-Gier mit. Keiner der Hauptakteure kam auf die Idee, den Menschen klar zu machen, dass "Corona" zur menschlichen Existenz gehört, wie HIV, Röteln, Masern, Polio, Pocken, Dengue-Fieber, Malaria oder gar Ebola.

Niemand dachte daran sich auf die paar Prozent Erkrankten zu konzentrieren und hier mit allen Mitteln zu helfen. Stattdessen verfolgte man den überheblichen Plan, eine ohnehin nicht zu vermeidende Infektion kontrollieren zu wollen.

Don Quixote lässt grüßen und Sisyphus rollt seine Steine gerade über den Grat, der Vernunft von Wahnsinn trennt.

Die Zahlen der weltweiten "Corona" Ausbreitung stiegen lt. der Jons-Hopkins-University seit Januar konstant linear an. Die oft herbei geredete exponentielle Entwicklung ist bisher ausgeblieben. Selbst die hinter den Kulissen gehandelte, 6-fach höhere Dunkelziffer an Infektionen ändert daran nichts. Das ist gut so. Vielleicht verdanken wir das der schnellen Panikreaktion, aber wahrscheinlicher ist, dass Angst und Pessimismus in die mathematischen Simulations-Modelle der übervorsichtigen Virologen im RKI und anderswo einprogrammiert wurden und die Zahlenhypnose die gesunde Risiko Einschätzung erschlug.

 

 

Die mittlerweile von der WHO ermittelten weltweit über 2,5 Millionen Todesfälle mit Corona Bezug sind eine traurige Zahl. Sie sind aber auch etwas, das zum Leben dazu gehört. Es kann sein, dass diese Todesfälle hätten vermieden werden können, wenn es kein Corona geben würde oder alle nach klinischen Hygiene-Maßstäben leben würden. Doch dem ist nicht so. Das war auch nie so. Noch immer gilt:

 

Das Leben ist schön, weil es schmutzig, feucht, eng, nah und intim ist. Weil die schönsten Momente zwischen Menschen, die intensiver Nähe sind - mit oder ohne Austausch von Körperflüssigkeiten. Eine Umarmung, ein Kuss. Highlights des Lebens.

 

Wer das nicht will muss Medizin oder Biologie studieren und sich den Rest seines Lebens in das Reinstraumklima eines biomedizinischen Labors zurückziehen. Wir leben nun einmal auf einem Planeten mit einer Biosphäre, die einem Komposthaufen ähnelt. Mit all dem Gekribbel und Gekrabbel, den Pilzen,  Bakterien und Viren darin. Eben allem, was sich in jedem Misthaufen im Garten findet.  Und: Wir haben auf einer zutiefst molekularen Art und Weise gelernt, damit umzugehen. Immunsystem nennt man das auch. Das hat bisher immer ganz gut und natürlich geklappt. Selbst große Pandemien, wie die Spanische Grippe 1918 oder Pest und Cholera im Mittelalter, hat die Menschheit so überlebt.  Warum sollte es nun anders sein?

 

Zur Natur von "Corona" gehört auch, dass es nicht nur unseren Körper befällt, sondern es zerrt auch alle jene Schwachstellen der Zivilisation ins Rampenlicht, die wir lieber im Dunkel der Bühne verschwinden lassen würden. Dass wir zur Bewusstwerdung dieser Schwachstellen ein Virus brauchen, dessen Leben  vielen von uns das Leben kostet, ist schon bedauerlich genug. Diese Schwachstellen sind ja nicht erst jetzt entstanden. Sie sind zum Teil schon viele Jahrzehnte alt. Die Sozialsysteme, das Steuersystem, die Banken, die Exportwirtschaft, das Finanzsystem und unsere Wegwerfmentalität usw. sind solche Schwachstellen, die jetzt im Scheinwerferlicht stehen. Corona setzt sie alle dem Licht der Hinterfragung aus, denn Lösungen für diese Schwachstellen gibt es oft auch schon seit Jahrzehnten. Sie wurden nur nicht umgesetzt, weil es die Wirtschaft nicht wollte, die Banken nicht wollten, die Beamten es nicht wollten, das EU-System es nicht wollte, der Staatshaushalt es nicht verkraftet hätte, damit keine Wahl gewonnen werden konnte .... aber HALT!

 

Niemand der eine echte Steuerreform durchgesetzt, die Wirtschaft teil-verstaatlicht, das Aktien- und Finanzsystem reguliert oder ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" anstelle von Rente, Arbeitslosengeld, Familienhilfe usw. eingeführt hätte, wäre jemals wieder GEWÄHLT worden.

 

Dabei würde die Erhebung von Sozialabgaben und Lohnsteuer auf Computer und Maschinen, Automaten, Robotern und Softwareprogramme, die im Einsatz der Wirtschaft sind, genug Einnahmen abwerfen, um ein BGE für jeden, schrittweise zu verwirklichen. Man müsste es nur tun. Nicht zögerlich, sondern entschlossen und vielleicht mal über den Tellerrand gucken.  Kann ja sein, dass da eine viel größere Welt ist, als die der eigenen Beschränktheit. Das ist nur eine der Möglichkeiten der digitalen Diktatur zu entkommen.

 

Die Klimaprobleme der Erde werden auch nicht vor Corona kapitulieren. Sie werden eher noch verschärft. Wenn nun dafür gesorgt wird, dass das alte System wieder in Betrieb geht, haben wir im großen und ganzen nichts gelernt. Dann werden die nächsten Krisen, härter und massiver zuschlagen und zwar solange, bis wir alle Anflüge von Unterdrückung, Kontrolle, Gier und Machtstreben überwunden haben. Es ist jetzt an der Zeit die schmerzlichen Veränderungen anzugehen und nicht das wiederzubeleben,  was vor 56 Wochen weltweit in Starre verfallen ist.  Wir brauchen kein altes komatöses Gesellschaftssystem mehr. Keine Wiederbelebung, sondern einen mutigen Neuanfang. Wir brauchen Politiker, die Risiken richtig bewerten. Die keine Eigeninteressen verfolgen oder dem Macht-Kalkül verfallen sind. Keinen RESTART, sondern einen NEUSTART. 

 

Wir dürfen uns im Interesse der uns nachfolgenden Generationen nicht von unserer Angst knechten lassen, das Leben zu verlieren. Das Leben auf der Erde endet immer mit dem Tod. Doch wer hat schon eine Ahnung, wohin wir gehen, wenn unser letzter Tag abgelaufen ist? Deshalb sollten wir unser Leben jeden Tag feiern und vom Morgen nur das Beste erwarten. 

Wir dürfen keine Angst davor haben, was wohl geschehen mag, wenn man den Menschen ein freies, würdiges Leben ohne Angst ermöglicht. Niemand kann in die Zukunft schauen und niemand ist allwissend, aber Fortschritt und Entwicklung passieren nur, wenn man im Leben Risiken eingeht. Manche davon werden Leben kosten. Ehren wir jene, die das auf sich nehmen und lernen wir aus den begangenen Fehlern.

 

Wenn wir den Mut aufbringen, dafür zu sorgen, dass der Wirtschaft Grenzen gesetzt werden, dass der Lobbyismus und die Parteien-Wirtschaft unterbunden werden, dass ökonomische Entscheidungen nicht die Macht über alles haben, dann wird dem Elend in der Welt ein Ende gemacht. Wir haben als Menschheit unsere Zivilisationen in tausenden von Jahren entwickelt. Wir dürfen nicht stehen bleiben und glauben das war´s jetzt. Die Erde ächzt unter unseren Zumutungen und unserer schieren Anzahl. Also müssen wir das Wachstum der Weltbevölkerung eindämmen, unsere Rohstoffverschwendung beenden und uns von der Rolle des Ursupators der Welt verabschieden. 

Dann machen wir vielleicht einen Abschluss mit Auszeichnung.

Doch bis dahin muss die Arbeit noch getan werden.

 

alles liebe

Hans