Das Wissen und das Nichts

Der Anfang dieses Artikels ist auch in meinem Blog publiziert worden. Dies ist ein erweiterter Text für meine weiter entwickelte Leserschaft, für die alten Seelen und Lichtarbeiter....

 

Jedes Bewusstsein, egal wie hoch entwickelt, muss sich in seiner eigenen Welt selbst erkennen und sich von dieser Ebene aus weiter entwickeln.  Wir hätten heute keine Wissenschaften, wenn wir nicht genau das Bewusstsein hätten, das wir heute haben. Diese Wissenschaften sind, wie alle Wissenssysteme, eine Manifestation unendlich vieler Detailbeobachtungen, Visionen und mehr oder weniger erleuchteter, aber auch fehlerhafter Gedankenkonstruktionen.

 

Das bedeutet: alle Wissenschaften der Welt stellen Stufen in einem Entwicklungsprozess dar, die auf den ersten Wahrnehmungs- und Kognitions-Erfahrungen der Menschheit beruhen. Sie sind daher ein gigantischer Wissensspeicher von 'veraltetem Wissen'. Nun ist jedoch jedes gespeicherte Wissen sofort "veraltet", sobald es gespeichert ist. Das liegt daran, dass unsere Erfahrung im JETZT immer wieder neu ist und die gespeicherten Inhalte überdeckt.

Die persönlichen Erinnerungen formen sich so aus Schichten über Schichten und es entsteht auf kollektiver Ebene ein Wissensspeicher: die 'Form' unseres Bewusstseins. Jeder Mensch ist so ein angehäuftes Wissen. Wissen über sich selbst, über andere, über die Welt. Gleichzeitig hat er Teil am Gesamtbewusstsein der Menschheit und ist damit auch Ausdruck dieses Größeren. 

 

Es liegt in der Natur des sich entwickelnden Menschen, in der Not, der Unsicherheit, in Grenzerfahrungen und in Situationen, in denen er keinen Halt mehr findet, sich an diesen gespeicherten Wissenssystemen zu orientieren. Daran festzuhalten und damit zu erklären, was er gerade erlebt. 

Tut er das nicht - wird der Verstand möglicherweise beschädigt. 

Jedes System ist dazu verurteilt, so zu handeln. Diese ersten Orientierungen erschaffen jedoch die Grenzen für die folgenden. Der sich am Alten und Bekannten orientierende Verstand baut so, absichtslos und unbewusst, eine Barrikade gegen neue Informationen auf, die ihn zwingt, solange mit diesen alten Informationen zu versuchen seine Probleme zu lösen, bis er die Barriere erkennt und sie überwinden kann. Die Überwindung ist deshalb immer ein Verwerfen alter Überzeugungen. Ein Erkennen, dass die bisher zur Verfügung stehenden Informationen veraltet, und nicht mehr zur Lösung des vorhandenen Problems geeignet sind.

 

Nach einiger Zeit lernen die meisten Menschen, dass diese Barriere immer wieder mit der gleichen Methode überwunden werden kann: loslassen, den Verstand freimachen, alles Bekannte vergessen und von allen Inhalten leeren. Offen und intuitiv gespannt sein. Dann kommen die Erkenntnisse fast von allein .

 

Das wiederum ist nichts anderes, als sich absichtlich in eine "unbewusste" Haltung zu begeben. Eine Haltung, in der Intuition und Eingebung eine größere Rolle spielen als alles bisher angehäufte Wissen.

In dieser "haltlosen" Situation kann der Sprung auf eine "höhere" Bewusstseins-Stufe geschehen. 

 

Das Loslassen von allem Bekanntem beendet alle Projektionen und Illusionen. Es fordert aber auch ein festes Selbstvertrauen mit dem man in diese mentale Leere eintauchen kann, ohne gleich von seinen angstvollen Gefühlen wieder hinaus katapultiert zu werden. Absichtsvolle und konzentrierte Übung ist das kosmische Zauberwort, mit dem man hier einzig und allein weiterkommt. Nur irgendwie zu "meditieren" ist an dieser Stelle nicht genug. Es ist schon notwendig, eine dafür geeignete Meditationsart zu wählen: Die gegenstandslose Meditation zB. Sa-Zen  oder eine moderne, auf De-Hypnose basierende Psycho-Physische-Synthese, die direkt in die Informationsnetze im Bewusstsein einwirkt und ihm erlaubt, sich selbst zu erkennen.     

 

Letztendlich bedeutet es, dass sich ein entwicklungswilliges Bewusstsein selbst abschalten muss, um in einen höherschwingenden Zustand zu wechseln. Es muss die Sicherheit des Bekannten aufgeben, um im Unbekannten nach dem Halt zu forschen, den der neue Zustand erfordert. Dieser Halt kann nur in der nicht-rationalen Tiefe des menschlichen Geistes gefunden werden. Unser einziger Zugang dazu ist die "Intuition! 

 

Wenn wir in die Welt schauen, dann sehen wir die Menschen in den unterschiedlichsten Schwingungszuständen und den jeweilig daraus resultierenden Symptomen. Wir sollten sie daher in ihrem Bemühen ehren, sich zu entwickeln und ihnen die Kraft zum nächsten Schritt wünschen.

 

Sei Dir gewiss, dass Du unendlich geliebt bist!

 

Erweiterter Artikel  
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Warum wurde das Nichts erschaffen? 

 

Es klingt natürlich für den wachen Verstand bedrohlich, wenn er begreifen muss, dass eine Weiterentwicklung nur durch die Aufgabe seiner selbst möglich ist. Der Verstand ist der Verwalter des angehäuften Wissens und kann eine riesige Menge an Erfolgen aufweisen. Er kann damit "beweisen", dass er allein in der Lage war, dich bis zum heutigen Tag durch dein Leben zu leiten. Das alles gelingt ihm auf eine rational-logische Art und Weise. Selbst deine Gefühle kann er logisch-analytisch erklären, auch wenn sie ihm unheimlich sind, weil er sie nicht beherrschen kann.  

 

Nun, dein logischer Verstand betrachtet alles in seinem Licht. Es ist das Licht des Bewusstseins und das ist sogar richtig. Doch Licht ist nur wichtig, wenn es in der Dunkelheit erscheint. Doch das ist, was wir und unser Verstand immer wieder vergessen. Ohne Dunkelheit gibt es keine Notwendigkeit für Licht! 

Im Gegensatz zu Licht, indem die Vielfalt der Informationen plastisch und geformt sichtbar werden, besitzt die Dunkelheit diese Eigenschaft nicht. In der Dunkelheit versinkt alles in die Konturlosigkeit, in das Unbegrenzte und Einheitliche. Diese Dunkelheit, die alles enthält, aus der jede Form geboren wird, ist das Nichts, die Leere, die wir aufsuchen müssen, um zu wachsen.  

Dieses "Nichts" existiert dabei nur im abstrakten Denken des Verstandes, da er einen Hintergrund braucht, vor dem er sich selbst wahrnehmen kann. Dieses Grundprinzip der Dualität ist der Lebensfaden des Verstandes. Ohne ihn kann er nicht funktionieren. Sein duales abstraktes Denken war aber nicht immer in der Form vorhanden, wie wir es heute kennen. Es gab eine Zeit, da konnte sich die Menschheit kein "Nichts" vorstellen. Alles war erfüllt von  Schöpfung, Geistern, Engeln und Göttern. Auch physikalisch war der leere Raum gefüllt mit Äther, zu dem unser heutiges Äquivalent das "Vakuum" ist. Es gab also keine Notwendigkeit, so etwas wie einen Namen für NICHTS zu haben. Erst mit dem Aufwachen des abstrakten Denkens, wurde es unumgänglich für die Abwesenheit von Etwas, einen Begriff zu schaffen, der ein logische Verwendbarkeit garantierte - und so wurde die "Null" bzw. das "Nichts" eingeführt.

Mit allen Begrenzungen die daraus resultierten. 

 

Zum Beispiel, dass in der Ergebnismenge der Rechnung

x/0 = x

das gesamte vorstellbare Zahlenuniversum enthalten ist, denn egal welche Zahl man einsetzt, es erscheint immer die gleiche Zahl als Ergebnis. 

 

Genau so kann die "0" das gesamte Zahlenuniversum vernichten:

x*0 = 0

 

und es lässt sich daraus auch nicht wieder hervorzaubern, denn

0/0 = 0  

Ist doch ganz einfach, nicht wahr Verstand?

 

Und wenn ich jetzt sagte: "Es gab eine Zeit", dann meine ich damit, das es in unserer Erinnerung eine Zeit existiert, in der das immer noch so ist!

 

Wir sind so an unsere tägliche Lebensumwelt gewöhnt, dass wir die einfachen Dinge nicht mehr hinterfragen. Dadurch verstricken wir uns in immer tiefere Wirrnis, denn wir ziehen "logische" oder "unlogische" Schlüsse, die auf Etwas beruhen, das es nicht gibt. Etwas, das unser Verstand erfunden hat, damit er funktionieren kann.

 

Beispiel: 

Wenn ich Dich jetzt frage: Wie viele Seiten hat ein Würfel? 

Was ist Deine Antwort?

 

Und wenn ich jetzt behaupte:  "eine Seite" - was dann? 

Dann wirst du wohl den Kopf schütteln und mich für verrückt erklären, weil doch jeder weiß, dass es sechs Seiten sind!

 

Aber, hier ist meine Argumentation:

Die Kanten und Ecken eines physikalisch vorhandenen Würfels sind eine reine Erfahrungsform, die sich in die menschliche Betrachtungsweise eingeschlichen hat. Wir wissen heute, das jedes Material aus einem Atomgitter besteht, das eine bestimmte Ausdehnung und damit einen bekannten, minimalen Radius hat.

Es ist also nicht möglich auf diesem Radius, der ja die äußere Kante bildet, exakt zu entscheiden, wo die eine Seite endet und die andere anfängt. Die Seiten gehen im Biegeradius nahtlos ineinander über. So wird der wohlvetraute Würfel, bei genügender Vergrößerung immer unvertrauter. Die Seitentrennung ist eine willkürliche Definition unseres Verstandes, die keiner wirklichen Gesetzmäßigkeit unterliegt.

Das gilt für so ziemlich alles: ebene Flächen, gerade Striche, Innen- und Außenräume und Zeit-Intervalle. Trotzdem ist es für uns gut genug, mit einer Wahrnehmung der Wirklichkeit zu leben, die diese Tatsache ignoriert.

 

Wollen wir jedoch wachsen, müssen wir die Natur der Wirklichkeit erforschen und dürfen uns nicht den  Illusionen unserer Wahrnehmungen hingeben. Jedes Ding in unserer vierdimensionalen Welt hat nur eine Oberfläche und ihre Begrenzung wird nur durch eine abstrakte Regel in unserer Vorstellung definiert. Jedes mal, wenn wir etwas zerteilen, entstehen dabei neue Dinge mit jeweils nur einer Oberfläche. Doch dieses "Zerteilen" ist einzig und allein eine Projektion unseres Bewusstseins.
Denk dran, wenn Du das nächste mal eine Apfel zerschneidest!

 

Was bedeutet das nun?

Es bedeutet, dass wir noch nie die Einheit der Wirklichkeit verletzt haben. Das bedeutet, dass wir selbst die Wirklichkeit sind, die in sich die Idee des Bewusstseins trägt. Es bedeutet, dass alles eins und miteinander verbunden ist. Etwas, mit dem die moderne Quantenphysik gerade konfrontiert ist. Und es bedeutet, dass das "Nichts", das "Dunkle", wir selbst sind und uns der ideenhafte Verstand mit seinen Irrlichtern, vom Erkennen dieser Wahrheit abhält.

 

Es gibt kein NICHTS!

 

Die Vermischung abstrakter Denkmodelle mit der Wirklichkeit ist das, was "spinnend" macht.
Die logische Beweisführung, dass die angehäuften Informationen die Welt erklären, sind die Irreführung und das Spinnende! Alles, was sie erklären, sind die logischen Vernetzungen des rationalen Verstandes, die er über seine Wahrnehmungen abgeleitet hat. Es sind deshalb nur Beweise für eine in sich konsistente Datensammlung ohne Widersprüche gegen die bisher entwickelte Logik des Menschen.
Das ist das Licht! Das ist Erkenntnis! 

 

Das ist aber nicht "DU"! Du bist viel mehr. Du bist die Quelle aus dem alles entsteht und zwar jetzt. Du hast das alles erschaffen und erfreust dich an deinem Leben. Egal, was du wahrnimmst, seien es westliche Wissenschaften, buddhistische oder christliche Lehren oder mit was immer du dich beschäftigst:
Du bist die Quelle davon und hast Spaß an deiner Wahrnehmung.

 

Das Dunkle, die Leere, das Ungeformte, Gott, kennt kein "NICHTS" und kennt auch keine Verneinung. Es gibt nur ein ewiges "UND". Es ist nicht möglich etwas zu denken, das noch nicht aus dem Ungeformten aufgetaucht ist. Etwas Unbewusstes kann nicht ins Licht eintreten und der Weg dazu ist die menschliche Intuition. In ihr spielen der Wunsch des Menschen, etwas Neues zu erfahren, mit den im Unbewussten wirkenden Kräften zusammen, um die kreative Schöpfung zu verwirklichen.

 

Hier und jetzt IST GOTT - und würfelt und malt mit Kreide und zeichnet Freihandkreise, kennt weder Zirkel noch Lineal, weder Uhr noch Computer, spielt mit Murmeln und planscht im Wasser.

Nur wir Menschen stehen daneben und versuchen zu berechnen, zu analysieren, zu wissen, anstatt mitzuspielen!

Sei Dir gewiss, dass Du unendlich geliebt bist!

 

alles liebe

Hans