Narzissmus  des  Mannes

 

Narzissmus beim Mann

 

Auf den ersten Blick sind narzisstische Männer meist ungeheuer sympathisch. Die meisten geben sich anfangs als Menschen mit Charme und Charisma aus, sind selbstbewusst, redegewandt und ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich. Sie erscheinen meist humorvoll, intelligent und zuvorkommend. Im Laufe der Zeit zeigt der Narzisst aber sein wahres Gesicht: Sein egobezogenes Gehabe wird zu einer nervtötenden Fassade, die jedoch nur jene durchschauen, die ihn längere Zeit kennen. Was einst so sympathisch und anziehend wirkte, entpuppt sich als Masche, mit der er andere von sich beeindrucken will. In Wirklichkeit spielt er damit seine Selbstverliebtheit aus. Doch während seine Maske fällt, wandert er bereits weiter zu jenen, die auf seine Show wieder hereinfallen werden. Sein bis ins Kleinste ziselierter Egoismus, verdeckt seine Persönlichkeits-Defizite, seine Ängste und Befürchtungen. Seine stark verletzte bzw. deformierte Persönlichkeit lässt ihm keine andere Wahl. Er muss sich immer wieder bestätigen und zieht so ein Band seelischer Zerstörung durch sein eigenes und das Leben anderer Menschen. Eine Zerstörung, die umso größer wird, je länger man mit ihm in Kontakt ist. 

 

Daher ist es wichtig, schon die ersten Anzeichen zu kennen, mit denen ein Narzisst zu identifizieren ist: 

 

1. Sie halten sich selbst für überaus wichtig.

2. Ihr Streben nach Erfolg, Macht und Bedürfnisbefriedigung ist grenzenlos 

3. Sie halten sich in jedem Lebensbereich für die Größten, Besten und Schönsten

4. Sie glauben besonders und einzigartig zu sein 

   Sie sind oft hoffärtig und überheblich

5. Sie fühlen sich nur von bekannten oder angesehenen Personen verstanden 

6. Sie erwarten von anderen immer große Bewunderung

7. Sie wollen immer bevorzugt behandelt werden

8. Sie erwarten, dass jeder telepathisch ihre Bedürfnisse erkennt

9. Sie nutzen jeden für ihre Zwecke aus, um ihren Willen durchzusetzen

10. Sie sind unfähig auf die Gefühle anderer zu reagieren

    Sie vermitteln ein Gefühl des Anspruchs

11. Es ist ihnen nicht möglich sich in andere hineinzuversetzen 

12. Sie äußern sich oft neidisch und herablassend über andere Menschen.

13. Sie verhalten sich gegenüber anderen arrogant, überheblich und oft aggressiv

14. Für sie sind immer die anderen schuld an einem Versagen oder Fehler.

15. Sie halten sich immer für das unschuldige Opfer.

 

Diese Symptome äußern sich in der Sprache eines Narzissten und können von ihm nicht bewusst kaschiert werden. Da er um dieses Problem aus Erfahrung weiß, überdeckt er es mit eingeübten, gespiegelten Gefühlen. Ist sein Gegenüber freundlich, ist er es auch. Ist es aggressiv, ist er es auch. Doch er verbindet diese Gefühle mit einer bewussten Absicht. Sie sind nicht das Ergebnis einer empathischen Kommunikation mit seinem Gegenüber. Narzissten verlieren auch in diesen Situationen nicht ihr Bestreben, ihre Grandiosität zu bewahren und aus jeder Situation unbesiegt hervorzugehen.

 

Narzissmus ist per Definition (IDC-60 ff) eine schwer zu behebende  Persönlichkeitsstörung.

Doch nicht jeder Narzisst ist sofort persönlichkeitsgestört. „Narzissmus“ bedeutet umgangssprachlich: Selbstverliebtheit oder Selbstbewunderung. Gemeint ist eine auffallend stark auf sich selbst bezogene Person, die ein unrealistisch übersteigertes, positives Selbstbild zeigt. Eines der am schnellsten beobachtbaren Symptome des Narzissten ist die Maßlosigkeit, die er an den Tag legt. Diese Menschen überschätzen sich maßlos, genießen maßlos, arbeiten maßlos und nutzen andere Menschen maßlos für sich aus. Meist ernten sie damit einen gewissen Erfolg, den sie dann als Beweis für ihr Verhalten angeben. Indem sie maßlos mit sich selbst angeben, machen sie sich auch gegen jede Art Kritik immun. Ihr vorzuweisender Erfolg basiert aber hauptsächlich auf der Unfähigkeit anderer, diese Maßlosigkeit zu leben. Deren Zurückhaltung ausnutzend, verfolgen sie ihre Ziele ohne Rücksichten und überziehen die anderen dabei sogar mit zynischen Bewertungen.

 

Gefühlswelt und Selbstbild passen bei einem Narzissten nicht zusammen. Er muss sein Selbstbild immer wieder von anderen bestätigen lassen. Daher ist er von diesen anderen abhängig und verachtet sie in seiner Gefühlswelt. Diese Hassliebe erweckt in ihm den Wunsch nach Stärke und Dominanz, die er durch die Missachtung der Wünsche und Entscheidungen anderer durchsetzen will. Dadurch gerät er in eine Zwickmühle, da er die Bewunderung anderer Menschen braucht, sie aber gleichzeitig hasst. Das treibt ihn in einen Zustand der Reizbarkeit, Unruhe und Ungeduld 

 

Wie schon erwähnt, kommen im Alltag nur selten starke narzisstische Ausprägungen vor. Die meisten Betroffenen leiden selbst unter ihrem Zustand. Ohne es jedoch wirklich zu merken. Jede Zurückweisung oder Herabsetzung, jede Kritik, kann in ihnen zu starken Selbstzweifeln führen, die sogar Lebenskrisen und Desorientierung auslösen können. Die meisten Narzissten haben nie gelernt oder erfahren können, sich selbst genug zu sein. Sie folgen einem inneren Antrieb, diese Selbstgenügsamkeit zu finden und zu erfüllen, doch es ist ein Fass ohne Boden. Sie lieben sich zwar, können jedoch nur durch die Aufmerksamkeit oder Abhängigkeit von anderen, ihr  emotionales Gleichgewicht bewahren. Das Gefühl jemand zu sein, hängt bei einem Narzissten direkt davon ab, ob er Aufmerksamkeit erhält. Sein positives Selbstbild muss seine angelernte Gefühlswelt ausgleichen, in der er sich klein und unsicher empfindet. Dazu hat er immense Versagensängste, die oft in einem problematischen Verhältnis zu männlichen Bezugspersonen der Kindheit  gründen. Diese innere Leere und Unsicherheit lässt Narzissten danach streben, sich mit den Status- und Machtsymbolen unserer Welt zu umgeben: schnelle Autos, schöne Frauen, wilde Parties, große Vermögen usw. Sie machen gerade durch ihren Durst nach Anerkennung und Macht heute sehr schnell Karriere. Ihre manipulativen Taktiken prädestinieren sie für Managerposten in der Wirtschaft, in der diese Eigenschaften für Führungskräfte sehr gesucht sind.  

Doch der ewige Antrieb nach noch mehr Maßlosigkeit, stürzt den Narzissten früher oder später in einen tiefen Abgrund. Er ist nur ein Mensch, der einen Körper hat, wie jeder andere auch und genau dieser Körper wird irgendwann diesem Stress unterliegen. Burnout, Herzkreislaufprobleme, Knie- und Rückenprobleme werden den Übertreibungen meist ein jähes Ende setzen. Doch dann ist es für die bisher geschädigten Seelen, die seinen Weg kreuzten, bereits zu spät. Der Narzisst selbst wird nichts unversucht lassen, um sich auch unter den physisch verschlechterten Bedingungen selbst zu beweisen, doch das treibt ihn nur weiter in die sich einstellenden Krankheiten. Bis er es eines Tages nicht mehr schafft genügend Selbstbestätigung zu erzeugen. Dann bricht er in sich zusammen und das unsichere Kind, das in ihm lebt, kommt zum Vorschein. Er selbst erlebt das als seine völlige Zerstörung und ist in diesem Zustand stark Suizid gefährdet. 

 

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein Narzisst therapeutische Hilfe sucht, bevor dieser Zusammenbruch erreicht wurde. Erst danach ist ein solcher Mensch vielleicht zu einer Innenschau und Selbsterkenntnis bereit. Sein Defizit, dass er selbst immer der Beste und Siegreiche ist, verhindert vor dem Eintreten des physischen Leidens die Akzeptanz wohlwollender Hilfe. Diese selbstverliebten Menschen schließen sich selbst durch ihren Geltungsdrang von jeder Hilfe aus.

 

Andererseits sind es gerade Narzissten, die eine besonders ansprechende Aura erzeugen können und uns "anderen" genau das geben, was wir bewundern. Sie spielen uns mit Charme, Humor und Wortgewandtheit eine Rolle vor, die wir selbst oft gerne spielen würden. Doch die meisten von uns scheitern an der dazu notwendigen Maßlosigkeit bzw. Unverfrorenheit. 

Es ist bekannt, dass narzisstische Männer schneller in die Chefetagen aufsteigen, weil sie schneller unverbindliche Kontakte knüpfen. Die Menschen hinter den Kontakten interessieren sie nur so lange, wie sie davon profitieren können. Ihr defizitäres Selbstwertgefühl braucht dauerhaft Bewunderung. In gehobenen Positionen der Wirtschaft und Politik finden sie diese, indem sie sich profilieren und sich bei jeder Gelegenheit in den Vordergrund stellen.

 

Mit unserem Beifall und Wohlwollen befördern wir sie in die höchsten Ämter und Entscheidungsebenen, sehen über die nervtötenden Attitüde hinweg und wundern uns über die sich ausbreitende Maßlosigkeit, Gier und Rücksichtslosigkeit in der Gesellschaft.

 

Machen wir uns noch einmal klar, was den narzisstischen Mann ausmacht:

 

1. Seine hohe Intelligenz:

Er kann sehr schnell Informationen erfassen und lernen. Alles erlernte setzt er sofort für seine persönlichen Ziele ein. Er ist wortgewandt und ein Überredungskünstler. Er erkennt blitzschnell, ob eine Situation zu seinem Vorteil genutzt werden kann. 

 

2.  Er sieht seine Persönlichkeit nur positiv und ohne Schwächen.

Er findet sich meist grandios und betont dies ständig. Alles dreht sich in seinen Gesprächen nur um ihn. An dieser Eigenschaft ist der Narzissmus am Deutlichsten zu erkennen. Er ist süchtig nach Bestätigung, Lob und Anerkennung und fordert dies beharrlich ab. Dafür ist er bereit Höchstleistung zu erbringen und setzt sich damit stets ins rechte Licht.   

3. Sein Streben nach Macht und Einfluss

Er will Macht über seine Partnerin haben. Macht ist ein wichtiges Instrument von Narzissten. Deshalb sind sie oft in Führungspositionen zu finden. Sie fürchten sich nicht vor dem Wettbewerb mit anderen, die in ihren Augen ohnehin meist trübe Funzeln sind. So kommt ein narzisstischer Mann oft aggressiv, gefühllos, rücksichtslos oder distanziert daher und es kostet ihn nichts, Andere vorzuführen oder abzuwerten. 

In der Beziehungen lässt er keinen Zweifel daran, dass er den Hut auf hat und nur er weiß, wo der Hase lang läuft. Und zwar auch für seine Partnerin. Ist sie erst mal durch sein Umspinnen in seine Falle getappt, versucht er seine Partnerin zu einem Objekt zu verformen, das seinen Glanz verstärken soll. Nur besser sein als er, darf sie ihn nicht. Er wird sie nötigenfalls immer wieder abwerten, um sich zu erhöhen.

 

4. Sein übertriebenes Selbstbild:

Er liebt sich – weil er so toll ist. Was sollte daran auch falsch sein? Ein Narzisst leugnet nicht, dass er sich selbst toll findet. Deshalb erwartet er  auch von anderen ihn toll zu finden. 

 

5. Sein übersteigerter Wunsch nach Bewunderung: 

Er kann keine Konkurrenz ertragen und fühlt sich in einer Wettbewerbs-Situation am wohlsten, die ihm die Plattform bietet, sich zu profilieren und die Gegner in Grund und Boden zu treten. Er muss schlussendlich immer der Sieger sein.

 

6. Seine mangelnde Kritikfähigkeit: 

Selbst konstruktive Kritik, versteht er als Bedrohung. Nur er selbst kennt die Lösung zu jedem Problem und niemand aus den Reihen der ihn umgebenden Versager, kann ihm das Wasser reichen. Er verhindert Kritik oder negative Meinungen über ihn oft durch psychische oder physische Gewaltandrohung bzw. Gefühls-Mimikri.

 

7. Seine fehlende Empathie: 

Es fällt ihm schwer, auf seine Mitmenschen einzugehen oder ihre Bedürfnisse zu achten. Nur er selbst hat Gefühle und die werden andauernd von anderen verletzt. Narzistische Männer verführen gern die Frauen, die in ihr "Beutemuster" passen. Das auserkorene Opfer fühlt sich zuerst toll, denn er weiß sehr genau, wie sie eine Frau von sich einnehmen können. Doch er wird sich niemals emotional auf sein Opfer einzulassen. Die Liebe zu einer Frau ist seine geheime, unbewusste Sehnsucht, doch bevor er sich emotional einlässt, geht er wieder auf Distanz. Dieses Nähe-Distanz Spielchen kann er über lange Zeiträume aushalten. Was dieses Verhalten bei anderen auslöst, macht ihm wenig zu schaffen, denn Mitgefühl ist im Persönlichkeitsprofil des Narzissten nicht vorgesehen. 

 

Die pathologische Klassifizierung des Narzissmus ist noch nicht weit gediehen. Es ist ein schwieriges Thema, denn die Grenzen zwischen den Typen und ihrer Ausprägungen sind fließend. Dazu kommt immer auch der Einfluss der aktuellen Lebensumgebung und der lebensgeschichtliche Hintergrund einer Person. Bis heute wurden jedoch bereits drei Narzisstische Persönlichkeitsstörungen identifiziert:

 

Der grandios-maligne Typus

Menschen mit diesem bösartigen Typus sind eine Gefahr für die Gesellschaft. Es ist eine  teuflische Mischung aus Narzissmus, Aggression, Paranoia und antisozialem Verhalten. Diese Menschen sind zu extrem grausamen Taten fähig. Sie sind von ihrer Großartigkeit überzeugt und kein emotionales Gewissen hält sie davon ab, zu tun was ihnen beliebt. Sie fühlen sich nie von anderen angemessen wertgeschätzt und rächen sich dafür ohne Hemmungen oder Reue. Dabei muss die Ablehnung nicht einmal real sein. Durch ihre paranoiden Tendenzen sehen sie in ihren Mitmenschen schnell Feinde, die sie zu vernichten haben. Stalin und Hitler können beispielsweise als maligne Narzissten gelten.

 

Der vulnerabel-fragile Typus

Der „verdeckte Narzissmus“ wirkt zunächst untypisch. Er ist vordergründig durch eine meist depressive Stimmung gekennzeichnet, die von starker Ängstlichkeit und Scham geprägt ist. Menschen diesen Typs sind hochsensibel für Kritik und akribisch im Entdecken von Misserfolgen. Ihre Akribie lässt sie für jedes Detail eine Erklärung finden und den Grund, was und warum jemand anderes diesen Fehler begangen hat. Sie können sich nicht in andere hineinversetzen, um zB. zu verstehen aus welchen Beweggründen der andere gehandelt hat. Jede Handlung eines anderen ist eine potentielle Schuldzuweisung an sie und muss ausgelöscht werden. Die Betroffenen nehmen wegen der depressiven Grundstimmung und meist auch anderer psycho-somatischen Symptome öfter therapeutische Hilfe in Anspruch als die anderen Typen.

 

Der exhibitionistische Typus

Der "Star Narzissmus" stellt seine Großartigkeit öffentlich zur Schau. Durch das Herausstellen seiner Besonderheiten zieht er die benötigte Aufmerksamkeit auf sich, wobei sich diese Aufmerksamkeit aus der Befriedigung all seiner Bedürfnisse oder/und aus einer massenhaften Bewunderung seiner Person zusammensetzen kann. Dieser Typ kann sich in einer wettbewerbsorientierten Welt sehr gut anpassen und dadurch extrem erfolgreich sein. Sein Auftreten wirkt auf uns sehr selbstbewusst, kühl und arrogant. Diese Menschen haben eine als „offener Narzissmus“ bezeichnete Persönlichkeit.  

 

Vor allem der verdeckte Narzissmus tritt nicht aggressiv auf, sondern hypersensibel, taxierend, übervorsichtig und zurückhaltend. Das lässt ihn häufig als einen empfindlichen, introvertierten Charakter erscheinen. Das ist aber oft eine unbewusste Maske oder reiner Selbstschutz. Es klingt eben irgendwie sympathischer, für besonders sensibel und empathisch gehalten zu werden, anstatt als selbstverliebt und arrogant zu gelten.

 

Solche verdeckten oder "wilde" Narzissten können mit Psychogrammen aufgespürt werden. Diese Psychogramme ergeben sich aus der Beantwortung von Fragen, deren Antworten in Studien mit tausenden Teilnehmern standardisiert wurden. Doch immer kann ein solcher Fragenkatalog nur Anhaltspunkte liefern und dazu beitragen, sich für eine Psychoanalyse oder Narzissmus Therapie zu entscheiden.  Was ein Narzisst natürlich niemals tun würde. (Siehe Test: "Bin ich ein Narzisst?")

 

Nun haben wir uns sehr viel mit dem Narzissmus und seinen Symptomen beschäftigt. Es ist hier zum Ende an der Zeit auch einmal zu sehen, welche Anzeichen es dafür gibt, kein Narzisst zu sein:

 

Du freust dich für andere

Narzissten können sich nicht für eine andere Person freuen. Sie fragen sich eher, wie sie selbst etwas von der Freude erhalten könnten. Wenn du dagegen in der Lage bist, dich ehrlich für deine Mitmenschen zu freuen und ihnen diesen Erfolg auch gönnst, ist das ein untrügliches Zeichen, dass du kein Narzisst bist. 

 

Zusätzlich kann es Sie auch glücklicher machen, sich für den Erfolg anderer zu freuen. Denn es hebt auch die eigene Laune, wenn Sie die Freude einer anderen Person teilen.

 

Du nimmst Hilfe an

Es kommt für einen Narzissten nicht in Frage, jemanden anderen um Hilfe zu bitten und diese auch noch anzunehmen. Das wäre ein Eingeständnis seiner Unfähigkeit. Er handelt  lieber nach eigenem Gutdünken. Wenn es dir nicht schwer fällt, die Hilfe deines Umfelds anzunehmen, bist du kein Narzisst. 

 

Sie verstehen, dass Sie die Weisheit nicht für sich gepachtet haben und es auch für Sie nützlich sein kann, vom Wissen anderer zu profitieren.

 

Du kannst wirklich zuhören 

Gelingt es dir, in Gesprächen einfach mal nichts zu sagen, zu schweigen und deinem Gesprächspartner Zeit zu geben, seine Gedanken zu formulieren, dann bist du sicherlich kein Narzisst. Ein wilder Narzisst kann sich nicht zurücknehmen, da er jede Situation dominieren muss. Wenn du dich regelmäßig zurücknehmen kannst, wirst du überdies als netterer Gesprächspartner empfunden.

 

Du hast viele Freunde

Kein Narzisst hat viele Freunde, denn seine "Freunde" bemerken schnell, was er ist und wenden sich ab. Für Narzissten ist es sehr schwer, langfristige Freundschaften aufzubauen, denn sie sind ja nicht bereit, etwas in die Beziehung zu investieren. Sie sind im Gegeteil darauf aus, einen positiven Nutzen für sich aus einer Beziehung zu ziehen. Wenn du also einen breiten Freundeskreis mit vielen guten und einigen besonders guten Freunden hast, dann kannst du beruhigt sein.

 

Du kannst Fehler eingestehen

Narzissten haben ein makellose Bild von sich selbst, das um jeden Preis aufrecht erhalten werden muss. Deshalb ist es auch unmöglich, dass sie sich selbst einen Fehler eingestehen. Bist du bereit, Fehler zu machen und diese auch einzugestehen, kannst du etwas, was ein Narzisst nicht kann. Es ist ein sicheres Zeichen, dass du kein Narzisst bist. Es zeigt auch, dass du daran interessiert bist, dich weiterzuentwickeln und aus Fehlern zu lernen.

 

Du gibst Verantwortung ab

Ein Narzisst sieht sich selbst als das Maß aller Dinge. Seine Messlatte kann ohnehin von niemandem übertroffen werden. Deshalb macht er alles am besten gleich selbst. Dieses Selbstbild erzeugt in anderen ein Gefühl der Arroganz. Wenn du ein guter Teamplayer bist, der die Kompetenzen der anderen anerkennt und ihnen auch entsprechende Verantwortung überträgt, bist du eindeutig kein Narzisst.

 

Du musst dich nicht verstellen

Narzissten haben keine Wahl. Sie müssen sich verstellen, um sich nett und verständnisvoll zu geben. Das tun sie jedoch nur, wenn sie dadurch einen eigenen Vorteil erwarten. Sie manipulieren das Umfeld, um sich einen besseren Anschein zu geben. Du stehst zu deiner Meinung und verstellst dich nicht, um anderen zu gefallen? Dann bist auch kein Narzisst, weder offen, verdeckt oder sonst wie. 

Herzlichen Glückwunsch!  

 

Zum Abschluss noch eine Bemerkung:

Nicht jeder arrogante, selbstverliebte und rücksichtslose Mann ist ein Narzisst. Jedoch tust du gut daran diese Eigenschaften bei Männern zu erkennen und sofort die Notbremse zu ziehen. Ganz egal ob es dein Traumprinz ist oder einfach nur der Kumpel von Nebenan. Ganz egal auch, ob es sich um einen Narzissten oder nur einen aufgeblasenen Dampfplauderer handelt, der dir imponieren will. Du hast so eine Anmache wirklich nicht nötig.

 

Narzissmus ist jedoch potentiell gefährlich. Darüber dürfen dich auch die scheinbar positiven Eigenschaften nicht hinwegtäuschen. Sei also extrem achtsam, wenn dir jemand besonders lässig und charmant vorkommt, dir einen Trip in seinem carbon-schwarzen Flitzer anbietet und von seinem erfolgreichen Leben erzählt. Vielleicht ist er ganz in Ordnung, nur nervös über die Begegnung mit dir. Vielleicht ist er einfach nur unsicher und redselig und will das mit seinem Gehabe übertünchen oder es ist seine Masche eine Frau um den Finger zu wickeln. Ganz egal, überleg dir ob du so einen Typen brauchen kannst, denn es kann auch der Anfang eines sehr langen Leidensweg sein, wenn du an einen echten Narzissten geraten bist. Denk immer daran: In der Psychologie ist eine narzisstische Persönlichkeitsstörung eine ernsthafte psychische Erkrankung, unter der vor allem die Partner und Kinder der Betroffenen leiden. Deshalb sei doppelt achtsam und auf der Hut, wenn du so einen Mann kennenlernst.

  • Du hast dich hier wiedergefunden?
  • Du bist bereit dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen?
  • Du bist bereit Konsequenzen zu ziehen?
  • Du brauchst eine erfahrene Begleitung?

 

     Dann wird es Zeit, dass wir uns treffen!