Soen-sa  "Genau  So"

Die Geschichte von der Erleuchtung Zen-Meisters Soen-sa

SOEN-SA  "GENAU  SO"

Mir wurde die folgende Geschichte über Dae Soen-sa Nim zugetragen, der sehr früh die Dharma Nachfolge von Ko Bong als Zen-Meister antrat. Soen-sa wurde 1927  als Sohn evangelischer Christen im heutigen Nord-Korea geboren und studierte zunächst westliche Philosophie in Seoul. Dann trat er mit 20 Jahren in den ältesten Zen Orden ein und erlangte seine große Erfahrung während einer hunderttägigen Einzelmeditationszeit. Korea stand damals unter strenger japanischer Militärherrschaft. Die japanischen Diktatur unterdrückte brutal jede politische und kulturelle Freiheit. Soen-sa schloss sich daher der unabhängigen Untergrundbewegung Koreas an. Das führte natürlich und  unweigerlich zu seiner Verhaftung durch die Japaner. Er entkam nur mit knapper Not einer Verurteilung zur Todesstrafe und wurde im Gefängnis festgehalten. Nach seiner Freilassung stahl er zusammen mit zwei Freunden einige tausend Dollar von seinen Eltern und überquerte die Grenze zur Mandschurei. Während seiner Studienjahre an der Dong Guk Universität, wo er westliche Philosophie studierte, wurde die politische Situation in Korea immer chaotischer. Eines Tages erkannte Soen-sa, dass er den Menschen durch seine politischen Aktivitäten oder seine akademischen Studien nicht helfen konnte. Also rasierte er sich den Kopf kahl, ging in die Berge und gelobte nicht eher zurückzukehren, bis er die absolute Wahrheit erlangt hatte. Daraufhin studierte er drei Monate lang konfuzianische Schriften, aber seine Unzufriedenheit wuchs stetig. Ein Freund, der Mönch in einem kleinen Bergtempel war, gab ihm dann eines Tages das Diamant Sutra. Soen-Sa begegnete nun zum ersten Mal dem Buddhismus: 

"Alle Dinge, die in dieser Welt erscheinen, sind vorübergehend. Wenn du alle Dinge so betrachtest, als ob sie niemals erschienen wären, dann wirst du dein wahres Selbst erkennen." 

Als er diese Worte las, klärte sich sein Geist und in den nächsten Wochen las er viele Sutren. Er entschloss sich daraufhin, ein buddhistischer Mönch zu werden und trat im Oktober 1948 in den Chogye-Orden ein.

Zu dieser Zeit verstand Soen-Sa bereits die Sutren. Er erkannte, dass das einzig Wichtige für ihn nur die Praxis war. Daher ging er wenige Tage nach seiner Ordinierung hoch zum Berg "Won Gak", dem 'Berg der vollkommenen Erleuchtung' und begann eine einhunderttägige Klausur. Er aß ausschließlich trockene, zu Pulver zerstoßene Piniennadeln. Zwanzig Stunden täglich sang er die große Dharani der ursprünglichen Geistesenergie. Er nahm mehrmals täglich eiskalte Bäder und unterzog sich auch sonst einer sehr strengen Übungspraxis.

Bald wurde er jedoch von Zweifeln geplagt. Wofür war diese Klausur notwendig? Warum musste er sich auf solche Extreme einlassen? Sollte er nicht besser zu einem kleinen Tempel unten im ruhigen Tal gehen und heiraten, wie japanische Mönche es taten? Könnte er nicht einfach inmitten einer glücklichen Familie Erleuchtung erlangen? Eines Nachts wurden diese Gedanken so mächtig, dass er sich entschied zu gehen. Er packte seine Sachen zusammen, wollte aber noch den Tagesanbruch abwarten, bevor er aufbrach. Aber am Morgen war sein Geist klarer und er packte alles wieder aus. Einige Tage später passierte dasselbe und in den folgenden Wochen packte er insgesamt neunmal ein und wieder aus.

Inzwischen waren fünfzig Tage vergangen und Soen-sas Körper war sehr erschöpft. Jede Nacht quälten ihn schreckliche Visionen. Dämonen erschienen aus der Dunkelheit und peinigten ihn mit obszönen Gesten. Leichenschänder pirschten sich von hinten an ihn heran und umschlangen seinen Hals mit ihren kalten Fingern. Riesige Käfer fraßen an seinen Beinen. Tiger und Drachen standen brüllend vor ihm. Er lebte in ständiger Furcht. Nach einem Monat dieser Schreckensvisionen wandelten sie sich in schönere Vorstellungen. Manchmal kam Buddha und lehrte ihn ein Sutra. Oder es erschienen Bodhisattvas in prächtigen Kleidern und erzählten ihm, dass er in den Himmel komme. Manchmal kippte er vor Erschöpfung um und Kwan Seum Bosal, die Bodhisattva des Mitgefühls, weckte ihn freundlich. Am Ende von achtzig Tagen war sein Körper stark und man sagt, dass sein Fleisch vom Essen der Piniennadeln grün geworden war.

Eine Woche, bevor er seine einsame Klausur beenden wollte, ging Soen-sa spazieren, sang und schlug mit dem Moktak den Rhythmus. Plötzlich erschienen zwei Jungen zu seinen beiden Seiten und verbeugten sich. Sie trugen farbige Roben und ihre Gesichter strahlten in einer außerirdischen Schönheit. Soen-sa war davon sehr überrascht. Er fühlte seinen Geist stark und vollkommen klar, wie konnten sich also diese Dämonen hier materialisieren? Er ging auf dem schmalen Bergpfad voran und die Jungen folgten ihm zu beiden Seiten des Pfades. Sie gingen einfach mitten durch die Felsen am Wegesrand. So wanderten sie wohl eine halbe Stunde gemeinsam in Schweigen. Als sie dann zum Altar zurückkehrten und Soen-sa von seiner Niederwerfung aufstand, waren sie weg. Das passierte eine Woche lang jeden Tag. Schließlich kam der einhundertste Tag. Soen-sa war draußen, sang und schlug den Moktak. Auf einmal verschwand sein Körper und er war im unendlichen Raum. Von Ferne konnte er das Schlagen des Moktaks hören und den Klang seiner eigenen Stimme. Er blieb eine Weile in diesem Zustand. Als er in seinen Körper zurückkehrte verstand er. Die Felsen, der Fluss, alles was er sehen konnte, alles was er hören konnte, alles das war sein Wahres Selbst. Alle Dinge sind genau wie sie sind. Die Wahrheit ist einfach genauso.

Soen-sa schlief in dieser Nacht besonders tief und fest. Als er am Morgen aufwachte, sah er einen Mann, der den Berg hinauf kam und es flogen einige Krähen aus dem Baum.

 

Er schrieb das folgende Gedicht:

Die Straße am Fuße des Berges Won Gak

Ist nicht die gegenwärtige Straße

Der Mann, der mit seinem Gepäck hinaufsteigt,

Ist nicht der Mann der Vergangenheit.

Tok, tok, tok - seine Fußtritte

Durchbohren Vergangenheit und Gegenwart.

Krähen aus einem Baum.

Krah, krah, krah.

 

Bald, nachdem er vom Berg heruntergekommen war, traf er Zen-Meister Ko Bong, der   den Ruf hatte, der brillanteste und einer der strengsten Zen-Meister Koreas zu sein. Zu dieser Zeit lehrte Ko Bong nur Laienschüler, denn er sagte, dass Mönche nicht leidenschaftlich genug seien, um gute Zen-Schüler zu sein. Soen-sa wollte seine Erleuchtung mit Ko Bong prüfen und ging also mit einem Moktak zu ihm und sagte: "Was ist das?" Ko Bong nahm den Moktak und schlug ihn. Das war genau das, was er erwartet hatte.

Soen-sa sagte dann: "Wie sollte ich Zen praktizieren?"

Ko Bong sagte: "Ein Mönch fragte einmal Zen-Meister Jo-ju: 'Warum kam der Bodhidharma nach China?'. Jo-ju antwortete: 'Die Pinie im Vorgarten'. Was bedeutet das?"

Soen-sa verstand, aber er wusste nicht, wie er antworten sollte. Er sagte: "Ich weiß nicht." Ko Bong sagte: "Bewahre einfach nur diesen Weiß-Nicht-Geist. Das ist wahre Zen-Praxis."

 

In diesem Frühjahr und Sommer übte Soen-sa hauptsächlich Arbeitsmeditation. Im Herbst nahm er an einer Einhunderttage-Meditationsklausur im Su Dok Sah Kloster teil, wo er die Sprache des Zen und den Dharmakampf erlernte. Im Winter hatte er das Gefühl, dass die Mönche nicht ernsthaft genug übten, und beschloss ihnen etwas zu helfen. Wegen einiger Einbrüche musste Soen-sa als Nachtwächter dienen. Als alle schliefen, nahm er die Töpfe und Pfannen aus der Küche und machte damit einen Kreis im Vorhof.  In der nächsten Nacht drehte er den Buddha auf dem Hauptaltar zur Wand, nahm den wertvollen Räucherwerkhalter und hing ihn an den Kakibaum im Garten. Am zweiten Morgen geriet das ganze Kloster in Aufregung. Gerüchte über nächtlich Diebe breiteten sich aus oder über Götter, die von den Bergen kamen, um die Mönche zu ermahnen intensiver zu praktizieren.

 

In der dritten Nacht ging Soen-sa zum Nonnenquartier, nahm die Schuhe der Nonnen und reihte sie vor dem Zimmer von Zen-Meister Dok Sahn auf. Er stellte sie wie in einem Schuhgeschäft, in Reih und Glied auf. Doch es wachte eine Nonne auf, und weil sie ihre Schuhe vermisste, weckte sie alle im Nonnenquartier. So wurde Soen-sa erwischt. Am nächsten Tag stellte man ihn vor allen Mönchen und Nonnen des Klosters zur Rede. Die meisten Mönche stimmten dafür, ihm zu erlauben weiterhin im Kloster zu bleiben. Die Nonnen jedoch waren einstimmig dagegen. Soen-sa hatte großes Glück und wurde nicht aus dem Kloster ausgeschlossen. Doch er musste formale Entschuldigungen gegenüber allen höheren Mönchen und Nonnen aussprechen.

Als Erstes ging er zu Dok Sahn und verbeugte sich. Dok Sahn sagte: "Behalte die gute Arbeit bei." Dann ging er zur obersten Nonne. Sie sagte: "Sie haben einen großen Aufruhr in diesem Kloster verursacht, junger Mann." Soen-sa lachte und sagte: "Die ganze Welt ist bereits in Aufruhr. Was können Sie tun?" Sie konnte nicht antworten.

 

Der Nächste war Zen-Meister Chun Song, der für seine wilden Handlungen und seine obszöne Sprache bekannt war. Soen-sa verbeugte sich vor ihm und sagte: "Ich habe alle Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft getötet. Was kann ich tun?"

Chun Song sagte: "Aha!" und schaute tief in Soen-sas Augen. 

Dann sagte er: "Was hast Du gesehen?"

Soen-sa sagte: "Du verstehst schon."

Chun Song sagte: "Ist das alles?"

Soen-sa sagte: "Draußen vor dem Fenster singt ein Kuckuck im Baum."

Chun Song lachte und sagte: "Aha!"

Er fragte noch einige weitere Fragen, die Soen-sa ohne Schwierigkeiten beantworten konnte. Schließlich sprang er hoch, tanzte um Soen-sa herum und rief: "Du bist erleuchtet! Du bist erleuchtet!" Die Neuigkeit verbreitet sich schnell und man verstand die Ereignisse der vorausgegangenen Tage. Als die Periode der Sitzmeditation vorüber war, brach Soen-sa auf, um Ko Bong zu treffen.  Auf dem Weg nach Seoul traf er die Zen-Meister Keum Bong und Keum Oh.  Nach Gesprächen mit ihnen, gaben ihm beide das Inka, das Siegel zur Bestätigung des großen Erwachens eines Zen-Schülers.

 

Soen-sa traf Ko Bong in seinem Tempel. Er trug seine alte, geflickte Mönchskleidung und einen Reisesack. Er verbeugte sich vor Ko Bong und rief: "Alle Buddhas haben sich als ein Bündel von Körpern erwiesen. Wie wäre es mit einer Bestattungszeremonie?"

Ko Bong sagte: "Beweise das!"

Soen-sa griff in seinen Reisesack und nahm einen getrockneten Tintenfisch und eine Flasche Wein heraus: "Hier sind die Überreste von der Bestattungsfeier."

Ko Bong antwortete: "Dann schenke mir etwas Wein ein."

Soen-sa sagte: "Gut, gib mir dein Glas."

Ko Bong hielt seine Handfläche hin.

Soen-sa schlug sie mit der Flasche weg und schimpfte: "Das ist kein Glas, es ist deine Hand!"

Dann stellte er die Flasche auf den Boden.

Ko Bong lachte und sagte: "Nicht schlecht. Du bist fast fertig. Aber ich habe noch einige Fragen an dich." Er fuhr damit fort, Soen-sa die schwierigsten der eintausend-siebenhundert traditionellen Zen-Koans zu fragen. Soen-sa antwortete ohne Schwierigkeiten. Dann sagte Ko Bong: "In Ordnung, eine letzte Frage. Die Maus frisst Katzenfutter, aber die Katzenschale ist zerbrochen.

Was bedeutet das?"

Soen-sa sagte: "Der Himmel ist blau, das Gras ist grün."

Ko Bong schüttelte seinen Kopf und sagte: "Nein."

 

Soen-sa war verblüfft. Er hatte noch nie eine Zen-Frage verfehlt. Seine Gesicht wurde immer röter als er eine "so"- Antwort nach der anderen gab. Ko Bong schüttelte immer nur seinen Kopf.

Schließlich explodierten Soen-sas Wut und Frustration.

"Drei Zen-Meister haben mich bestätigt! Warum sagst Du, dass ich falsch liege?"

Ko Bong sagte: "Was bedeutet es? Sag es mir."

Die nächste Stunde saßen sich Ko Bong und Soen-sa, vorgebeugt wie zwei Kater, von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Die Stille knisterte elektrisiert. Dann plötzlich hatte Soen-sa eine Antwort. Sie war "genau so."

Als Ko Bong das hörte, wurden seine Augen feucht und sein Gesicht füllte sich mit Freude. Er umarmte Soen-sa und sagte: "Du bist die Blume und ich bin die Biene."

Am 25. Januar 1949 erhielt Soen-sa von Ko Bong die Übertragung des Dharma und wurde somit der 78. Patriarch in dieser Linie der Nachfolger. Es war die einzige Übertragung, die Ko Bong jemals gab. Nach der Zeremonie sagte Ko Bong zu Soen-sa: "Die nächsten drei Jahre musst Du Schweigen bewahren. Du bist ein freier Mann. Wir werden uns in fünfhundert Jahren wiedersehen."

Soen-sa war nun ein Zen-Meister. Er war zweiundzwanzig Jahre alt.

 

Aus dieser Geschichte geht klar hervor, dass für das spirituelle Leben intellektuelles Verstehen allein nicht ausreicht. Menschen, die viel über Spiritualität gelesen haben, mögen zwar denken, sie wüssten, worum es geht, aber das ist nicht genug. Solange sich Spiritualität nur im Verstand, im Denken, abspielt, hat es keinen Wert. Es muss ein tatsächliches spirituelles Erleben hinzukommen, eine tiefe innere Umwandlung. Um überhaupt von echtem spirituellen Leben sprechen zu können, müssen sich unser Gewahrsein, die Art und Weise, wie wir Dinge sehen, und unser Verhalten grundlegend wandeln. Meist nehmen wir einfach intellektuelle Informationen aus äußeren Quellen in uns auf, ohne dass sich dadurch etwas Grundsätzliches an der Qualität unseres Bewusstseins ändert.

Doch gerade um diese radikale Veränderung unseres Bewusstseins geht es doch!

Etwas muss sich völlig umdrehen und auf den Kopf stellen. Es reicht nicht, dass wir die Dinge nur ein wenig anders sehen, oder sie zu verstehen glauben. Sondern sie müssen, mit allen bisherigen Werten brechend, total anders erfahren werden. Diese Kehrtwende und Umwandlung findet plötzlich statt, sie dauert nur einen kurzen Augenblick. Doch ist dieser Augenblick durchlebt worden, ist alles anders.

Darauf müssen wir gefasst sein.

Das erinnert an die Idee der "plötzlichen Erleuchtung" des Zen. Unglücklicherweise nehmen wir immer noch an, man könne Erleuchtung schnell und einfach und ohne weitere Umstände erlangen. Man leiht sich einfach ein paar Bücher über Zen-Buddhismus aus, liest sie und schwups hat man Erleuchtung mit dem Löffel gefressen! Großzügig übersieht man, dass Zen selbst vor der Abhängigkeit von Worten und Buchstaben warnt. Ein Buch über Zen ist ein Widerspruch in sich, denn wo Bücher sind, kann kein Zen sein. Umwandlung, Erleuchtung oder auch "satori", wie es im Zen heißt, ist eine plötzlich eintretende Momentsache, die jenseits rationalen Zutuns entsteht. Es geht dabei um etwas, das auf einer anderen, einer tieferen Ebene abläuft, einer Ebene, die dem Denken verborgen ist.

Versteh, wenn du kannst.

 

Auch wenn ich in dieser Geschichte von der "Erleuchtung Soen-Sas" ein Paradox heraufbeschworen habe, wünsche ich dir, dass es in dir aufgeht. Was? Ja, eben das. Das "Genau so" ohne Weiteres. Es ist alles genau so und wenn du achtsam und aufmerksam bist, dann brauchst du keine interpretierenden Gedanken mehr. Wenn du aufhörst zu interpretieren, dann endet auch die Logik, weil nichts mehr in Bezug zu setzen ist ...

Und wenn nichts mehr in Bezug zu setzen ist, dann landest du im Hier und Jetzt. Doch wenn du glaubst, dass du die letzten drei Sätze einfach tun kannst, dann hast du deine Chance bereits vertan.

 

Nach einem Dharma-Vortrag deutete ein Schüler auf die Katze des Zen-Zentrums in Cambridge und sagte zu Soen-sa: "Du hast vorhin gesagt, diese Katze sagt nicht, dass sie eine Katze ist, sie hat den Weiß-Nicht-Geist. Ist diese Katze erleuchtet? Ist sie es, wieso lehrt dann der Buddhismus, dass nur Menschen Erleuchtung erlangen können?"

Soen-sa antwortete: "Was ist Erleuchtung?"

"Ich weiß nicht."

"Erleuchtung ist keine Erleuchtung. Sagt jemand, ich habe Erleuchtung erreicht, dann  unterliegt er einem Irrtum. Viele Schüler denken, ich möchte Erleuchtung! Ich möchte Erleuchtung! Solange sie so denken, erreichen sie niemals Erleuchtung."

Der Schüler sagte: "Die Katze denkt aber nicht über Erleuchtung oder keine Erleuchtung nach."

"Die Katze ist einfach die Katze. Ich frage dich: Hat die Katze Buddha-Natur?

Hat sie Buddha-Natur, so kann sie Erleuchtung erlangen, hat sie keine Buddha-Natur, dann auch keine Erleuchtung."

"Hmm…..ich weiß nicht."

Soen-sa lachte: "Wunderbar, weiß nicht ist gut. Weiß nicht ist sehr gut."

 

alles liebe

Hans