Ebenen Deines Bewusstseins

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Um uns verstehen zu können, müssen wir das Bewusstsein verstehen. Die Identifizierung der verschiedenen Elemente des Bewusstseins und das Verständnis, wie sie zusammenarbeiten, ist daher wesentlich für die Praxis der Meditation. Wie schwierig die Identifikation der Bewusstseins Elemente jedoch ist, wird schon daraus ersichtlich, dass Buddha bereits lehrte, dass sich Bewusstsein fortwährend wandelt. Es ist kein Ding, wie wir es üblicherweise kennen, denn es ist ein Kontinuum ohne Anfang und Ende.

 

Reflexionen über Hochbegabung, Coaching, Chakren, Erleuchtung und gesellschaftlichen Wandel.

 

Fast jeder von uns wurde hochbegabt in diese Welt geboren. Jeder hat sich aufgrund seiner Erfahrungen und Beobachtungen angepasst. Niemand hat uns je gesagt, dass wir hochbegabt sind. Niemand konnte das tun, weil niemand darüber Bescheid wusste oder es unschicklich war. Viele von uns mussten im Laufe der Zeit ihre glänzende Intelligenz vor der Welt verbergen um nicht in unerfreulichen Lebenssituationen zu landen. Wir mussten sie so gut verstecken, dass Viele vergaßen, wo das Versteck war. Die Schule und andere "Erziehung" haben das auch noch gefördert. Nur wenigen gelang es unter idealen Bedingungen von klein auf eine entsprechende Förderung zu manifestieren. Ich selbst habe mich aus diesem Grund bis zu meinem 33. Lebensjahr von allen Schulwissenschaften ferngehalten und habe nur ein schmales Spektrum für Physik, Elektronik und Softwareprogrammierung zugelassen. Durch diese enge Begrenzung fand ich mich dann auch eingeschränkt und begrenzt und konnte erst durch das Zulassen und Öffnen der geistigen Bereiche eine sich anbahnende persönliche Lebens-Katastrophe abwenden. So fand ich  mitten im weltlichen Chaos ganz zufällig zur Zen-Meditation. In der Volkshochschule traf ich vor nun mehr als 35 Jahren meinen Lehrer. Vom ersten Augenblick an wurde uns, bzw. ihm, unsere Herzensverbindung bewusst. Es begann ein zähes, über viele Jahre andauerndes, Ringen zwischen uns. Ein Ringen um etwas in mir zu befreien, von dem ich selbst damals keine Ahnung hatte und was selbst heute noch fast jenseits der Aussprechbarkeit liegt. Er selbst lebte sehr religiös ausgerichtetes Leben, was für mich immer suspekt war. Aber er wollte es so und mir war der liebevolle Weg, auf dem er meine versteckte Intelligenz wieder erweckte, viel wichtiger als seine katholischen Zeremonien. Vor einigen Jahren starb er und ich bin froh so viel von ihm gelernt zu haben. Und wie sehr ich seine "Lehren" aufgenommen habe, merke ich heute in meinen Seminaren und Coachings, wenn ich plötzlich seine Worte ausspreche. Meistens überkommt mich dann eine tiefe Dankbarkeit und manchmal auch Wehmut. Ohne seine Begleitung würde ich das hier und heute nicht schreiben. Im Geiste sehe ich ihn gerade lachend den Kopf schütteln, denn er hat mir immer gesagt, dass Zen keiner Worte bedarf. 

 

Aber auch hier ist es wichtig für die Selbsterfahrung, sich über alles hinweg zu setzen, alles völlig zu vergessen, was wir glauben zu sein, zu dürfen, zu müssen. Sich nicht einschränken von überlieferten Regeln und Kodizies. Es ist wichtig sich vollständig mit dem Welt-Ich, dem Tamagotchi, wie ich es liebevoll nenne, zu identifizieren. Es muss wachsen und sich in der Welt beweisen. Es muss geliebt werden und die Identifikation muss vollständig sein. Erst dann ist es möglich sich dessen zu bewusst zu werden und auch, dass man es selbst aus Gedanken, Glauben und Erfahrungen erschaffen hat. Wenn man erkennt, dass dieses Tamagotchi-Ich gar nicht eigenständig vorhanden ist, das die "eigenen" Gedanken nicht vom Ich gedacht werden, dass die Prozesse und Objekte der Welt nicht ohne ein Ich erfahren werden können, führt zur Liebe zu diesem Welt-Ich, zu dem Ego, wie es oft abfällig genannt wird. Menschen, die aber nicht vollständig in der Ego-Erfahrung aufgegangen sind, können nicht erfahren, dass ihr Mensch-Wesen weder Körper, noch Seele, noch ein individuelles Selbst ist. Sie erfinden ein neues "ich", dass sie dann Selbst oder Seele nennen und mit allen Attributen versehen, die das Ego hat. Doch das ist kein Wachstum. Es ist eine erneute Illusion. Die Ego-Erfahrung und damit die herrschende  "Weltpsychose", die wir als Wesen entwickeln, sind existentiell wichtig. Ohne sie können wir unsere wahre Natur nicht erfahren. Diese Entwicklung bezeichnen wir als „Erleuchtung“. Es gibt aber keinen einzelnen Augenblick, der "Erleuchtung" ist, sondern es ist ein Weg, den wir in der Zeit als Kette vieler "Satori" = Erkenntnisse erleben. Dieses Erleben erfordert die Hingabe aller Gedanken an den „Ort“ ihrer Entstehung, die Hingabe alles Wissens an den Ort seines Entstehens und die Hingabe an die Liebe zum Welt-Ich, das als Kern der Existenz in diesem Welten-Traum dient. Ohne das erschaffene Tamagotchi ist das Wirken in dieser Welt nicht möglich. Auch ein "erleuchtetes" Wesen muss, solange es in diesem Welten-Traum existieren will, einen menschlichen Körper und ein menschliches Bewusstsein haben – und nichts anderes ist die Glaubensstruktur des Welt-Ichs.  

 

Wenn du heute die Medien beobachtest, dann sprechen sie dort von Kampf, von Kontrolle und Durchsetzung, von Abgrenzung und Globalisierung. Das sind alles Konzepte eines sterbenden Systems. Unser ganzes Welt-System ist in der Auflösung begriffen. Die Regeln der Vergangenheit lösen sich auf und damit die Bezugsgrößen der gesellschaftlichen Werte. Der Ikarus des rationalen Intellekts ist der Sonne des Wesens zu nahe gekommen. Jetzt stürzt er ab und das Traurige daran ist, das er nicht versteht, was ihm passiert ist. Es ist eine Zeit des Durcheinanders. Das Alte ist noch nicht weg und das Neue noch nicht da. Ein Übergang, der auf viele Menschen lähmend wirkt. Er zwingt zur Ruhe oder löst alles in immer schneller werdender Aktivität auf.  Lass einfach von der Vorstellung ab, dass irgendetwas in dieser Welt passiert, was nicht so sein muss.  Der jetzige Augenblick ist der Kulminationspunkt aller vorherigen Gedanken und Gefühle. Dem Jetzt rast mit Überlichtgeschwindigkeit die Zukunft entgegen und in dieser Zukunft ist das Ziel deines Weges bereits bekannt. Das, was wird, ist bereits festgelegt. Das war es immer schon, denn Zeit gilt nur im manifestierten Tamagotchi Universum. Alles was du tust, wird dich an dein Ziel bringen, weil der Weg bereits festliegt. Deine Wesens "Energie" macht das für dich. Sie fließt frei durch dein Tamagotchi und dadurch erlebst du diese Welt. Gleichzeitig ist das auch die Ursache, warum du dein Ziel nicht kennst. Es ist wie der elektrische Strom, der durch eine Leitung „fließt“ und dabei ein Magnetfeld erzeugt, dass zB. Staub anzieht. Schau mal in den Kabelsalat an deinem Computer unter dem Tisch! Dieser „Staub“ wurde von den "220V" Elektrizität angezogen und verdichtet. Genauso zieht diese Wesens-Energie Objekte an, die sich dann in deiner Realität verdichten und sie ausmachen. Dein Leben besteht aus "wesenhaft erschaffenen Objekten" geistiger Natur, die du als materielles bzw. energetisches Universum erfährst. Das Tamagotchi hat damit rein gar nichts zu tun.  Es hat allerdings auch keine andere Erklärung dafür, als dass es das alles selbst tut. Nun ja, wir leben in der Maya, im Kino der Illusionen: Viele der hier gezeigten Filme sind wunderschön oder extrem aufregend. Wir lieben es einfach! 

Die Erkenntnis, dass ein größeres System als das Tamagotchi die Welt erzeugt, führt eine große Veränderung herbei. Diese Veränderung benötigt keinen Kampf, keine Macht, keine Kontrolle. Sie wirkt wie das Aufblühen einer Knospe oder dem Aufgehen des besagten Hefeteigs! Sie wirkt durch dich und gleichzeitig gibt sie dir die Macht zu verstehen, wie es funktioniert. So erhältst du die Gnade von deiner Tamagotchi Identifikation loslassen. 

 

Natürlich blockieren die Glaubenssätze im Tamagotchi diesen Energiefluss, denn das Tamagotchi, dein materieller Zeit-Raum-Anzug, will diese Veränderungen nicht. Seine Blockaden und Störungen sind mentale Widerstände, die sich als spürbare Wärme äußern. Nun, diese Hitze ist körperlich fühlbar, jedoch wird ein Fieberthermometer versagen. Nur ein anderes Lebewesen kann diese Erfahrung teilen. Die größten Blockaden liegen dabei nahe den Energiezentren: Am Wurzelchakra, am Sonnengeflecht, am Herzen und am Stirnchakra. In dieser Reihenfolge treten auch die körperlichen Wahrnehmungen von Hitze und Spannungen auf. Sei nicht besorgt, wenn das geschieht. Es vergeht wieder. Die Hitze endet mit der Auflösung der Störungen. Für dich bedeutet es:

Solange du von der Wirkung dessen, was du bist, in dieser Welt etwas spürst, solange gibt es noch Widerstand in dir und du liebst ES noch nicht vollkommen.

Ist es vollkommen, wird es unspürbar – so wie die Körperfunktionen unspürbar sind, solange sie so funktionieren, wie sie sollen.

Wahrnehmung ist damit eine Störungsmeldung! 

Ohne Störungen sind Wesen und "ich" eines und es gibt keine Wahrnehmung darüber. So einfach ist das. Ich bin sicher, dass du das mit deiner enormen Intelligenz verstehst. Noch ein Wort zu den Blockaden, die sich nahe den Energiezentren bemerkbar machen, wenn der Fluss deiner Wesensenergie zunimmt. Gleich vorweg: Das ist meistens nicht angenehm und das kommt nur dann vor, wenn du dich überschätzt hast. Diese Blockaden behindern den Fluss der Energie durch dich hindurch und an diesen Behinderungen entstehen Wahrnehmungen. Je massiver die Blockaden sind, desto intensiver wird die Erfahrung. Es ist also nicht empfehlenswert, zu meditieren um diese Erfahrungen zu machen. Egal wie spirituell du sie auch ansehen magst. Es ist sinnvoll sich zuerst um diese Blockaden zu kümmern und sich dann auf den Weg zum Wesenskern zu machen. Ich bin mir sicher, du weißt bereits um all deine Blockaden, hast es aber immer wieder verdrängt. Es ist also kein Hexenwerk sich davon zu befreien und wenn doch, dann komm zu mir ins Coaching oder zu meinen Meditations-Workshops :-)

Die Blockaden werden meist zwischen den, oder nahe der Chakren bemerkbar. Hier ein kleiner Abriss über die Themen, die damit meist zusammenhängen:

 

Blockaden am Wurzelchakra:  

  • ungelebte Sexualität
  • Ablehnung des eigenen Körpers
  • Angst vor Tod
  • Gewalt und Aggression
  • Gefühle von Ohnmacht
  • Fremdbestimmung

Blockaden am Sonnengeflecht:

  • unterdrückte Gefühle
  • Ablehnung der eigenen Person
  • Einsamkeit
  • sich unverstanden fühlen
  • Angst vor dem Leben
  • Eifersucht

Blockaden am Herzen:

  • Trauer
  • Enttäuschung
  • Ausweglosigkeit
  • Hass 

Blockaden am Stirnchakra:

  • Erniedrigungen
  • Selbstwertmangel
  • Egoismus
  • Unfähigkeit und Unwissenheit

Die Wahrnehmung der Blockaden tritt von unten nach oben auf und äußert sich in den genannten "Hitze-Empfindungen" oder spannungsartigen Gefühlen, die sich wie Ringe um die betreffenden Körperstellen ziehen. Lösen sie sich auf, wird meist ein Kribbeln wahrnehmbar, oder das Gefühl eines "ätherischen Hauchs", der durch diese Stellen zieht. Gehe mit diesen Wahrnehmungen achtsam um. Gehe nur bis zu dem Punkt, an dem sie noch erträglich sind und warte dort ab, bis sie sich auflösen. Das kann MONATE dauern! Je nachdem, welche Ursache sie haben. Doch meistens geht es schneller. Nicht nur wegen der erhöhten Energie in unserer Zeit, sondern auch, weil etwas einzureißen schneller geht, als es aufzubauen. Je mehr du diese Blocken abbaust, desto freier strömt die Wesenskraft in deine Tamagotchi-Form und deine Realität verändert sich dadurch. Es ist jetzt aber nicht so, dass es hier Ursache und Wirkung gäbe! Die Änderungen in der Realität sind die Veränderungen in DIR. Die Wissenschaftler nennen das "instantan" = "sofort". Auch ist es eine Einbahnstraße, denn du kannst die Blockaden nie wieder aufbauen und damit die vorherige Realität wieder erleben. Deine wahrgenommene   Realität ist von deinem "Zustand", deinem "Sein", nicht trennbar. Der Wind kann ja auch nicht von der Luft getrennt werden! Je freier du wirst, desto kräftiger strömt die Wesenskraft. Viele spirituelle Schulen nennen das "Licht" und assoziieren es mit Helligkeit, die sich im Dunkel ausbreitet. Fall nicht drauf rein: Es gibt kein Dunkel, das erleuchtet werden müsste. Es gibt nur dich, der warum auch immer, vergessen hat, wer und was ES ist. Je mehr dieser Kraft also strömt, desto stärker wandelst du dich. (Siehe den vertikalen Weg). Du wirst zu einem Strahler dieser Kraft, der (langsam) immer klarer wird. So wie ein Leuchtturm an der Küste die Schiffe leitet und vor Gefahren warnt, wirst du in deine Rolle finden, die dem entspricht. 

Dein Herz wird dich leiten!

Ein klassischer Leuchtturm verteilt nur sein Licht in der Welt. Er verbindet damit keine weitere Bedeutung, denn Licht verteilen ist seine einzige Aufgabe. Die Bedeutung des Lichts wird dem Beobachter erst dann sinnvoll erscheinen, wenn dieser seine eigenen Seekarten zu Rate zieht. Nur die Kombination aus Leuchtsignal + Seekarten-Info ergibt für den Beobachter den Sinn des Lichts. Diese Tatsache ist für die "Vermarktung" von Entwicklungswegen überaus wichtig. Es ist ein Spiel mit dem Inneren des Hörers/Lesers. Ich erreiche ja nur den, dessen innere "Karte" die Botschaft entschlüsseln kann. Für ihn/sie ergibt es einen Sinn. Jede/r andere klickt einfach weiter und wendet sich anderen Dingen zu. Manchmal stocke ich, wirklich zu schreiben, was ich gerade fühle und denke, denn ich weiß nur zu gut welche Abgründe sich für den rationalen Verstand auftun. Es gibt jedoch nichts zu diskutieren oder zu erörtern. Ein aufgehender Hefeteig quillt über die Form und sorgt für einen neuen Rahmen.  Ich versuche nicht mehr die Menschen zu erreichen, die noch nicht verstehen. Für sie gibt es Millionen Wege sich auf den Punkt hinzubewegen "... wo die Gegenständlichkeit endet". Ich weiß, dass diese Menschen meine Aussagen nicht verstehen, weil sie eben "verstehen" wollen und so "verstellen" sie sich selbst den Weg. Ich konzentriere mich auf diejenigen Menschen, die diesen Punkt bereits überschritten oder erfahren haben. Hier liegt unser Potential: Erkennen, wenn die Mitte erreicht ist. Denn endet die Suche nicht, weil man nicht erkannt hat, dann schießt man über das Ziel hinaus und verliert die Mitte wieder.  Viele Menschen haben die Erfahrung der Mitte schon gemacht, ohne dass sie es bewusst bemerkt haben. Bei ihnen reicht ein kurzer Anstoß und sie werden sich dessen bewusst. Dann gilt es, möglichst dauerhaft in diesem Zustand zu bleiben und aus ihm heraus zu leben. Den Alltag zu leben und in ihm zu wirken. Alles andere erübrigt sich.

 

Wenn wir eine Gewissheit entwickeln, dass unsere innere Erwartungshaltung bestimmt, was unser Leben ist und welche Ereignisse sich darin abspielen, die genau so unerschütterlich ist, wie unser Wissen jetzt ein Mensch zu sein, dann werden sich Wunder ergeben. Dann benötigen wir die Illusionen des Tamagotchi nicht mehr, die uns vorgaukeln, dass man so etwas wie Wirtschaft, Marketing, Politik etc. braucht. Denn, wenn jeder Mensch lernen kann, sich in seinem Leben selbst zu versorgen, indem er alles "erschafft" was er braucht - die ganze Maslowsche Bedürfnispyramide - dann erübrigen sich alle kollektiven Systeme.

Es ist ein beschwerlicher Weg aus den existierenden Systemen heraus zu kommen. Die Aussichten auf die Schwierigkeiten und die Möglichkeit des Scheiterns, halten viele Menschen davon ab, ihn zu beschreiten. So bleibt letztendlich nur das "positive Beispiel" des Vorlebens. Eine Überzeugung die sehr anfällig ist für das: "Mach es erst mal vor und dann glaub ich dir". 

Auch das ist ein Tamagotchi Argument, damit man etwas erst gar nicht anfängt. Sobald man sich auf diese Ebene begibt, ist die Sache auch schon vorbei. Die Diskussions- und Denk-Ebene ist nämlich bereits die Falle. Jedes Mal, wenn wir "argumentieren" hat das Tamagotchi schon gewonnen. Die meisten kollektiven Systeme sind jedoch so stark, dass sie nur viele Menschen zusammen  aushebeln können. Ausgehebelt werden sie, wenn viele zumindest anfangen daran zu glauben, dass sie an der Erschaffung ihrer Realität beteiligt sind. Nur so können sie die kleinen Änderungen erfahren, die eine Veränderung ihrer inneren Haltung in ihrem Leben verursachen. Das ist der einzig existierende Beweis.

 

Das werden nur wenige verstehen, aber ich weiß auch, dass es eine Kraft gibt, die dieses Verstehen verstärkt. So ordnen sich die Menschen ganz von selbst auf einer "Stufenleiter" an, auf der sie ihrem Verstehen gemäß den richtigen Lehrer treffen oder auf die für sie wichtigen Informationen stoßen. Sie werden sich von allein wandeln und neue Werte entwickeln. 

Da muss nichts dazu getan werden.

Und wenn das der Wahrheit entspricht und in meiner jetzt erfahrbaren Realität sichtbar wird, dann erwarte ich im Moment keine "selbstversorgenden, heilen Menschen", sondern ein Gemenge schwer kranker und an Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht leidender Menschen. Es wird sicher nicht so leicht werden, den eigenen Weg durch die kollabierenden Systeme zu finden und sich von den alten Traditionen zu verabschieden. Die meisten Wertesystem werden allerdings der sich verändernden Form nicht standhalten und sich auflösen. Ganz neue, bisher "undenkbare" Systeme werden sie ablösen: Das "bedingungslose Grundeinkommen", Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit, eine Wirtschaft ohne Profitstreben und Vertrauen zwischen den Menschen. Es gibt noch viel mehr solcher fantastischen Ideen, die im Angesicht von Krieg, Mord und Totschlag auf der Welt verrückt klingen. Doch Krisen sind die Symptome, die einer Heilung vorausgehen und sie signalisieren bereits die Veränderungen.

Wir sollten auch niemals vergessen zu träumen, denn Träume sind die Nahrung der Seele. 

 

alles liebe

Hans

Statistische Regeln

Statistische Regeln

Hi, wenn du hier schon liest, dann sei dir auch darüber im Klaren, das du hier mehr oder weniger gefiltert, deine eigenen Gedanken liest. Rede dich nicht darauf heraus, dass du das alles nicht verstehst. Es gibt zwei Möglichkeiten mit dieser Information umzugehen: 

1) Sofort wegklicken und weiterschlafen, den Urlaub genießen und weiter Spielball sein.

2) Selber spielen, den Urlaub gestalten und arbeiten.

Ich gebe zu, ich bevorzuge die zweite Methode!

 

Alles in dieser Welt besteht aus statistischen Regeln, die du auf die chaotischen Bewegungen der Urquelle legst. Im Rauschen der chaotischen Bewegungen der Urquelle, entdeckst du selber diese Regeln und baust sie zu einem Sinn zusammen. Du lernst diese Regeln und wiederholst sie in jedem Augenblick. So entstehen, anhand der Kette deiner wissenschaftlichen Logik, aus dem Ur-Rauschen: die Quanten, Quarks, Bosonen und Fermionen, Atome, Moleküle, Zellen und Makrostrukturen der belebten und unbelebten Objekte. Es ist nur eine Frage des "Scalings".

 

Die nächste statistische Betrachtungsebene muss einfach nur grob genug gegenüber der darunterliegenden sein, damit es funktioniert.     (Erwin Schrödinger: "Was ist Leben") 

 

Du selbst bestehst auch aus solchen statistischen Regeln, die aus dem wabernden Chaos des schöpferischen Geistes, anhand deines Bewusstseins, eine wohl strukturierte Welt entstehen lassen. Deine Welt, deine Struktur, denn als Mensch bist du ein hochentwickeltes, synthropes Lebewesen, dessen Sein sich in Form des ihm bekannten Universums ausdrückt.

 

Aber keine Sorge, du bist nicht das "höchste Wesen". Das ist und bleibt die Urquelle, der Geist, die Ur-Bewegung - jenseits aller Worte, deren wir in dieser Realität fähig sind. Doch diese Realität ist kein Traum und keine Halluzination oder Illusion. Es gibt auch weder Traum, noch Halluzination oder Illusion woanders. Alles ist für dich echt und wahr. Deswegen heißt es ja auch "Wahr-Nehmung". Einzig DU bist hin und wieder mal woanders. Dann pendelt deine Aufmerksamkeit in eine andere Realität, zB. wenn du hier schläfst oder Tagträumen (deinen Phantasien) nachgehst. Dein Traum und deine kreative Phantasie sind die andere Realität. Du selbst musst nämlich gar nicht schlafen.

Es ist nur eine Angewohnheit. Auch wenn du hier stirbst, ist es nicht anders. Deine Rückkehr dauert dann nur etwas länger, weil du ja irgendwie einen neuen Körper erschaffen musst. Doch im Grunde ist das alles das Gleiche: Du verlässt für einen Augenblick die Struktur deines menschlichen Bewusstseins und tauchst in die Gefilde des Geistes ein. Dadurch entsteht sofort eine neue Realität, die mehr oder weniger anders ist, wie die, aus der du kommst.  Das ist eine unabänderliche Tatsache, denn solange du glaubst ein Individuum zu sein, das vom Geist verscheiden ist, solange wirst du immer eine auf statistischen Regeln basierende Realität vorfinden. Das ist nämlich dein höchstpersönliches SEIN. Die Welt deiner Wahrnehmung ist somit solange dein "höheres Selbst", bis du bereit bist, dein "ich", deine (Indivi)-Dualität, vollständig im Geist aufzulösen und wieder zu dem zu werden, was du immer schon bist. Vielleicht fällt es dir leichter, dies zu akzeptieren, wenn du dich daran erinnerst, wie diese Realitäten entstehen: Sie sind Spiegelungen gegeneinander verschobener Lichtbewegungen. Wie ein Hologramm, nur viel perfekter. Deine Anwesenheit überzieht das kreative Quantenchaos (das ist, was wir als Kleinstes hier kennen) mit deinen Regeln und so entstehen die Strukturen, die wir als physikalisches Nullpunktfeld oder Akasha Chronik gefunden haben. Aus dieser Membran deines Bewusstseins strukturieren sich über mehrere Ebenen die Dinge dieser Welt. Damit hast du auch gleich den Grund für die überaus exakt abgestimmten kosmologischen Konstanten, die das von dir erfahrene Universum erst möglich machen. Ein anderes Universum, als das, was du erfährst, kann es gar nicht geben! Du willst auf andere Planeten reisen? Du willst andere und mehr Dinge haben? Schaff sie dir! Umgebe dich mit den Informationen, die diese gewünschten Dinge darstellen oder beschreiben. Tauche tief in deine kreative Phantasie ein und fühle ihr Vorhandensein. Lass dich niemals von deinen kreativen Ideen abbringen - Du musst sie ja nicht jedem in deiner Realität auf die Nase binden. Deine eigene  schöpferische Kraft, dein inneres göttliches Licht lässt diese Ideen wahr werden und verwandelt sie in reale Objekte (so real, dass nicht nur du sie anfassen kannst).

 

Werfe alles aus deiner Wohnung, aus deinem Leben, was du nicht realisieren willst! Lass alles los,  denn der Mechanismus ist ganz einfach: Was bei dir ist, liebst du! Denke nicht über Probleme nach, lass sie ziehen! Löse dich aktiv von den Gefühlen, Ängsten und Vorstellungen, die sich mit Problemen befassen. Dann schau dich in deiner sich verändernden Welt um. Beobachte sie und gib den Dingen Kraft, die du willst. Alles andere überlasse sich selbst oder ignoriere es einfach. Deine Aufmerksamkeit ist wie Dünger für die Dinge in deiner Realität und was du in deinem Bewusstsein düngst wird schneller wachsen als alles andere. Das schneller wachsende wird stärker und nach dem Resonanzgesetz dominiert das Stärkere das Schwächere, verdrängt es und macht es sich untertan. Lasse nicht zu, dass deine guten und schönen Absichten für dich und deine Welt zum Schwächeren gehört. Es liegt nur an dir! Du hast die Macht und die Kraft und die Weisheit in Ewigkeit!

Aber glaub ja nicht, es wäre mit klugem Gerede über das Hier und Jetzt und die Liebe getan. Oder mit spirituellen Praktiken, dem Lesen schlauer Bücher oder dem Besuch unzähliger Seminare. NEIN, du selbst musst dich in deiner Allmacht als "Kind Gottes" erfahren WOLLEN. Das Gotteskind,  das alles geerbt hat, was die Religionen und Überlieferungen dem großen Papa zugeschrieben haben. Nimm es endlich an und transformiere dich in deine dir zugedachte Rolle. Du wirst dich an deinen Taten und Ideen erkennen und du wirst an deinen TATEN erkannt werden. Vergiss das nicht!  Vergiss auch nicht, dass das TUN die Folge von denken und fühlen ist. Vielleicht ist deine Aufgabe ja deine Gedanken und Gefühle in die Welt zu bringen, damit sie von anderen aufgefangen und in Handlungen umgesetzt werden. Sei dir sicher, es gibt keine bessere Realität, als die hier und jetzt, denn du wirst JEDE Realität als DIESE Realität erleben. Warum sollte es hier also schlechter sein, als irgendwo anders. Du bist hier - das ist gut, deshalb ist ALLES hier - das ist noch viel besser. Das tut dem Anderswo doch keinen Abbruch, oder?

 

Wenn du nun auch noch deinen Aufmerksamkeitsfokus auf dieses HIER und JETZT legst (und nicht nach Wolkenkuckucksheim), dann kannst du anfangen zu materialisieren. Aber pass auf, es funktioniert schneller und massiver als du denkst. Sei also bewusst dabei und überlasse es deinem Herzen, sonst grasen demnächst Kühe auf den Autobahnen und dein Auto schwebt vor dem Balkon - antigravitonisch natürlich - und alle Ölkonzerne sind pleite, auch US-Trumpi hat keine Kohle mehr seine Mauern zu bauen oder den Dollar zu stützen und wir müssen Lebensmittelpakete nach USA schicken, damit die da nicht verhungern. Der Welthandel mit Afrika dümpelt bei 3% herum. Ein Grund warum die da nichts zu essen haben und sich die Köpfe einschlagen. Das wäre doch  mal eine schöne Idee, Afrika mit 25% am Welthandel  teilnehmen zu lassen.  Du musst ja nicht immer lieb und nett sein, um deine Ideen durchzusetzen.  Ach ja, hast du dir schon mal überlegt, woher der ganze Strom kommen soll, mit dem dann die vielen zukünftigen Elektroautos fahren? Wie viel Lithium, Cadmium, Nickel etc. muss denn noch der Erde entrissen werden? Gib endlich dem Wasserstoff eine Chance, denn davon haben wir doch mehr als genug auf dieser Erde. Auch kleine, leichte, bioverträgliche und leistungsfähige Batterien wären eine tolle Idee... und es gibt so vieles mehr.  Also sei nicht blöd und nutze deine Kraft sinnvoll - und wenn du gerade mal nicht weißt wie, dann vertraue deinen höheren Kräften, überlasse es ihnen. Sie sind dir, wie deine Körperzellen, in tiefster Liebe zugetan und wissen was du willst!

 

alles liebe

Hans

Ein Dialog über das was ist

 

 

Dieses Gespräch entwickelte sich vor einiger Zeit mit einem guten Freund (A) und mir (J):

 

A:

Was passiert hier gerade? Der "Dimensionswechsel", die Veränderung des Bewusstseins müsste doch jetzt schon weltweit spürbar sein?

 

J:

Das Denken in Dimensionen entspringt dem, im Weltlichen fixierten Bewusstsein. 

Das Denken in Prozessen entsteht im weltlich fixierten Bewusstsein.

Der allem innewohnende Geist kennt weder Prozesse noch Dimensionen, sondern ist in sich selbst Einheit und Ganzes. Das einheitliche Ganze, obwohl es im weltlichen fixierten Bewusstsein als tausendfache Form erscheint, ist immer und zeitlos ein GANZES. Es ist auch sinnlos das verstehen zu wollen und das ist gut so. Es ist gut, weil dein Verstand daran verzweifelt.

 

A:

Ja, verzweifelt ist gut.

Wenn ich nicht offenbar parallel die Fähigkeit geschenkt bekommen hätte still zu sein, würde ich jetzt wohl Haldol oder sowas schlucken und mich einweisen lassen. Oder in Anbetracht dessen, was ich erfahre, sicher auf der Stelle Tod umfallen! 

Was ich erlebe ist jenseits von Wahnsinn, mein Verstand zerbricht, ich löse mich auf, die Realität kommt in mir zur Explosion! Das hat mir so vorher keiner gesagt. Ich bin durch die dunkelste Hölle gegangen, erschüttert bis tief in die Seele, aber dann ist da die Stille, da ist zeitloser Frieden. Und dann die Erkenntnis: das Ahhh, wow, mich gibt es ja auch gar nicht, da ist immer nur das Ganze! 

Ich bin dankbar und ich freue mich darauf mit dieser neuen Erkenntnis laufen zu lernen. Ach ja, hätte ich dich nicht gekannt, wäre ich bestimmt verrückt geworden. Aber vielleicht bin ich es auch, das ist schon möglich, doch selbst dann ist es mehr als fantastisch! Was soll das alles auch schon sein? Realität? So etwas kann es gar nicht geben!

 

J:

Wenn es richtig ist, passiert nichts weiter als ein gigantischer Schreck. Ein Schock, der dir in die Glieder fährt und im Ausklingen deines Zitterns erkennst du die Wahrheit.

 

A:

Ja, der Schreck ist gigantisch! Ich zittere immer noch. Das es richtig ist, das fühle ich. Ich habe auf meinem Lebensweg immer dem Leben vertraut und das werde ich auch weiterhin tun. Zurück geht es sowieso nicht mehr und dann geht es eben immer weiter. Was kommt, das kommt, was ist, das ist. 

Ich denke jetzt oft an die Geschichte, wo ein Mensch nach dem Tod mit Gott am Strand geht und über sein Leben redet. Sie betrachten sein Leben anhand von Fußspuren im Sand. Immer zwei Paar Fußabdrücke nebeneinander, die des Menschen und die von Gott. "Doch was ist das?" fragte der Mensch, "Dort wo es mir am schlechtesten ging, dort sehe ich nur ein Paar Fußspuren, wo warst du da? Gott, wo warst Du, als ich dich am meisten gebraucht habe?" Und Gott antwortete: "Schau genau hin, es ist meine Spur und sie ist viel tiefer. Sie genau hin, diesen Teil deines Weges habe ich dich getragen."

 

J:

Werden wir nicht immer getragen? Glaubt nicht nur unser weltlicher Verstand, dass es anders ist und er derjenige welcher ist? Das Loslassen von Üb-Erzeugungen hört nicht auf, bis alles Geübte dahin geschmolzen ist. Bis es soweit ist, überkommen uns immer wieder die Zweifel, das große Zittern. Doch die Zweifel nehmen mit zunehmender Einsicht deutlich ab. Wenn wir die Liebe in allem erkennen, erkennen wir den Schöpfer und uns selbst in einem einzigen Augenblick. Das ist der schwerste und gleichsam glücklichste Augenblick der gesamten Existenz! Dann tanzt die Schöpfung vor Freude und niemand ist mehr da, der diesen Tanz beobachten könnte.

 

A:

Ja! Ich wollte mit dieser Geschichte auch keine Dualität ins Spiel bringen. Vielmehr die Erfahrung, dass wir nicht tiefer fallen können, als in unser eigenes Sein. Wir sind immer getragen und doch mühen wir uns seit Jahrtausenden ab. Scheinbar lässt uns nur dieser Überlebenskampf in die vertikale Einheit erwachen. Interessanterweise ist es das Gleiche, ob da niemand mehr ist und nur das Ganze oder ob "ich" das Ganze bin. Das "Ich" verschwindet und auch Gott verschwindet. Aber sobald ich meinen Mind berühre, also mit dem Verstand nachdenke, ist es fort, bin ich fort. Nur in der Stille, im JETZT wird gesehen. Das Erkennen der Wahrheit als wahrhaftig, die Auflösung der Identifikation, der Überzeugungen, der Einsturz des gesamten Gebäudes ist wohl das Schmerzhafteste, das uns widerfahren kann. Ich bin ganz froh, dass es nach und nach vonstatten geht, wie ein leichter Sommerregen. Irgendwie auch wie ein Fallen ohne Raum. Ich bin immer noch hier und ich bin dankbar. Auch gibt es so viele "Helfer" in dieser relativen Realität. 

Da ist einfach Entzücken und ein Lächeln... Danke

 

Wer Ohren hat zu hören, der höre!

alles liebe

Hans

Die Angst vor dem Verrückt werden

Auf dem Weg der MEditation und des Erwachens, kannst du Angst vor dem Verrückt werden bekommen. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich tief in deiner Lebenserfahrung verwurzelt. Möglicherweise hast du auf deinem Lebensweg oft gehört: "Du bist ja verrückt", "Das ist doch irre", "Spinn doch nicht rum" etc. Diese Bezeichnungen sind tief in dir eingegraben und erzeugen diese Angst. Nun, der Begriff der "Geisteskrankheit" oder "Geistesstörung" wird heute nicht mehr verwendet, weil keiner weiß, was das sein soll.  Früher verstand man drunter Abweichungen von den, in der Gesellschaft akzeptierten Verhalten.  

Damit rückt der Begriff Geisteskrankheit aber eher in eine gesellschaftliche Verurteilung von Verhalten, denn in einen medizinischen Befund. Denke bitte einmal drüber nach:

Welches Verhalten eines Menschen dürfte damit bezeichnet werden? 

Ein sich entwickelndes Bewusstsein muss zwangsläufig, für sich nicht entwickelte Menschen, fremd und ungewöhnlich vorkommen. In ihrer engstirnigen und verängstigten Art sind sie dann schnell mit ihren Werturteilen dabei. Lass dich davon nicht kirre machen.!

Selbst nicht davon, dass du dir selbst auf diesem Weg oft fremd und ungewöhnlich vorkommst. Solange du den Eindruck hast, dass es vorübergehende oder affektive Symptome sind, die zwar ein momentanes Unwohlsein hervorrufen, aber dann auch wieder nachlassen, besteht kein Grund zur Sorge. Insbesondere nicht, wenn sich physische Symptome einstellen, die gerade bei einer Kundalini-Transformationen auftreten können und meist sehr besorgniserregend aussehen. Beobachte deine Familie, deine Kinder, deine Freunde, wie sie auf dich reagieren:  ohne Angst = alles gut 

Egal wie du dir selbst dabei vorkommst. 

 

Der schlimmste Teil in diesem Prozess, ist der Schritt über den Abgrund, der bewusst und willentlich gemacht werden muss. Ohne die eigene Einwilligung geschieht nichts weiter und man bleibt in dem Wartezustand. Dieser „Schritt über den Abgrund“ ist das Einverstanden-Sein in die eigene Vernichtung durch Gott. Das sich Hingeben an diese alles steuernde und liebende Intelligenz. Damit ist kein Handeln verbunden, sondern es ist eine innere Hingabe an das Unvorstellbare, eben an das, was man selbst  als unannehmbar erlebt. Das ruft die Existenzängste auf den Plan und der Körper reagiert wie auf normale Lebensbedrohungen in der Welt. Das Gehirn unterscheidet Wahrnehmung nicht zwischen innen/außen

Das Gehirn ist der Teil, der dem „Umbau“ unterzogen wird und zwar gesteuert durch die größere Intelligenz, die durch das Unbewusste aufsteigt. Diese größere Intelligenz kann in einem nicht umgebauten Gehirn nicht residieren, deshalb ist der Prozess unabwendbar. Joan de la Cruz sagte darüber in seiner Schrift  „Die dunkle Nacht der Seele“ folgendes: „Wenn du Gott begegnest Mensch, glaube nicht, dass du bleiben kannst wie du bist!“  Dadurch, dass dieser Vorgang zur Gänze durch dein eigenes Wesen gesteuert wird und nicht durch die Einbildungen anderer Tamagotchis, KANN ER NICHT SCHIEF GEHEN! Er wird erfolgreich verlaufen, auch wenn du selbst dabei oft meinst, über alle Maßen strapaziert zu werden und es nicht aushalten zu können. Du KANNST es aushalten! Gott führt dich in die Liebe, die du so sehnlichst suchst. Doch der Weg dahin entspricht nicht den Vorstellungen, die du als Tamagotchi hegst.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die Ängste vor dem Kontrollverlust über die eigene Person zu immer stärkeren körperlichen Symptomen führen. Eine Hingabe an den Augenblick – egal was man sich einbildet, das passiert – löst das alles auf. Es ist wie die Angst vor dem Knarren einer uralten Tür im Dunkeln, die man aufziehen muss, um hindurch zu kommen. Die Beglaubigung deiner Körperlichkeit, denn dein Körper ist ebenso spirituell und heilig, wie der Geist. Erst wenn diese Beglaubigung deiner Transformation durch das Empfinden deiner Körperzellen stattfindet, befindest du dich auf dem richtigen Weg.

Der andere Weg, der in die Irre führt, ist der Weg des Denkens und der andauernden Reflexion. Es ist der Weg des aufgeblasenen Tamagotchis, das glaubt zu verstehen und sich doch nur selbst in die Tasche lügt. Schöpfung IST. Du BIST. Der Moment IST. Da gibt es nichts drüber nachzudenken.

ALLES andere, jeder noch so brillante Gedanke, jede noch so tiefe Erkenntnis und jede noch so schöne Erfahrung ist ein Produkt des Tamagotchis. Das bedeutet nicht, dass die so entstehenden Gedanken, Erfahrungen und Erkenntnis wertlos wären, aber sie erhalten ihren Wert erst, wenn sie sich in der Welt manifestieren. Du kannst die Manifestation des Bewusstseins nicht abschalten, WEIL du die Welt dieser Bewusstsein Projektion BIST. Dein SEIN ist diese aus Bewusstseinsformen bestehende Welt, deine Realität. Sie wird immer da sein und sie wird immer dir entsprechen. Wow.

Du kannst dir Erleichterung verschaffen, indem du in die Stille gehst – und ich meine die tatsächliche Abwesenheit jeglicher bewusster Aktivität. Das Tamagotchi, das du auch bist, wird alles versuchen diese Stille zu vermeiden und das ist das, was im Zen heißt: „Das einzige Problem auf dem Weg, bist du selbst“. 

Bist du bereit, alle Gedanken, Wahrnehmungen und bisherigen Glaubenssysteme für eine Zeit beiseite zu legen und dich „Gott“ zu nähern? Dich mit vollem Bewusstsein an das Unakzeptable hinzugeben und dann wieder in die Welt aufzutauchen? 

Ich kann dir nur empfehlen, alle Reflexionen, alle Bücher, alle schlauen Sprüche zur Seite zu schieben und nur diese einzige Stille zu sein. Später nicht darüber zu sprechen und auch im Nachhinein nichts zu reflektieren, damit das, was durch die Berührung der Stille in dir wächst, sichtbar werden kann. (nicht unbedingt aussprechbar).

Ein Baum ist ein Baum ist ein Baum . Punkt.

 

alles liebe

Hans