Ein Leben als Empath

Eine empathische Hochbegabung kann weder unterdrückt noch ignoriert werden. In diesem Bericht werden die Anzeichen und Symptome angesprochen, an denen eine Hochempathie erkannt werden kann.  Wenn du das liest und glaubst, ich hätte hellseherische Kräfte, dann bist du womöglich ein "wilder Empath" - jemand, der sich seiner Begabung nicht bewusst ist. Ich wünsche dir dann, dass du die Botschaft zwischen den Zeilen beherzigst und etwas unternimmst. Allen anderen wünsche ich, dass sie die besondere Seinsweise eines Empathen besser verstehen und ihre Verhalten ihm gegenüber Empathen  anpassen können.

Ein Leben als Empath

 

Eine empathische Begabung gehört zum Spektrum hochsensibler Menschen. Die Empathiebegabung kann als Inselbegabung oder als Teil einer Hochsensibilität bzw. Hochbegabung auftreten. Hochempathisch Begabte fühlen die Gefühle aller sie umgebenden Wesen. Es ist dabei egal ob das Menschen oder andere Lebewesen sind.  Es spielt dabei keine Rolle ob es sich dabei um positiv oder negativ bewertete Emotionen handelt. Sie bekommen alles »kontaktlos« mit: Die Energie des Raumes und seine Geschichte, die Stimmungen der sie umgebenden Menschen und die energetischen Schwingungen in der Zeit oder globalen Ereignissen. Empathen fühlen Energie, wie andere Menschen Luft atmen.

Empathie kann nicht gelernt und entwickelt werden. Es ist eine echte Begabung, die von Geburt an vorhanden ist. Durch die Exogenese, also die Beeinflussung der genetischen Ausformung des Menschen durch die Umwelt, verliert sich diese Begabung und wird unter einem Berg anerzogener Regeln begraben. Die Fähigkeit die Emotionen anderer Menschen zu fühlen, versiegt. Doch in den Fällen, in denen die Begabung nicht verschwindet - alle Babys haben diese Fähigkeit, denn sie ist Teil der Mutter-Kind-Beziehung - beginnt für den Empathen eine meist schwierige Zeit. Er nimmt ja alle Gefühle war, sowohl die der Nahestehenden, als auch jene weit entfernter Personen oder sogar komplett ihm fremder Menschen. Ist die Begabung deutlich ausgeprägt oder ausgebildet, reicht bereits die Betrachtung eines Fotos um ihm Klarheit über die momentane Gefühlslage des abgebildeten Menschen zu verschaffen. Damit ein Empath überhaupt mit seiner Begabung leben kann, ist es für ihn überaus wichtig, nicht an Emotionen und Gefühlen anzuhaften und sehr schnell zu erkennen, ob er gerade eigene oder fremde Gefühle wahrnimmt. Er lernt im Laufe seiner Kindheit bereits, dass er unbedingt viel Ruhe und Zeit für sich benötigt, um mental gesund zu bleiben. Meistens führt der Lebensweg eines Empathen durch ein jahrelanges Martyrium von Ausgrenzung, Unverstand, Verweigerung und Trotz. Erst wenn er seine Begabung begreift und auf verständige Menschen trifft - meist andere Empathen - kann sich sein Leben sin Glück und Freude wandeln. Für viele hochempathische Menschen ist ihre Fähigkeit sowohl Gabe als auch Fluch, der seine Auswirkung in der Lebensgestaltung einfordert. Trotzdem ist es immens wichtig, sich dessen bewusst zu werden, denn durch die globale Anhebung der spirituellen Energie, kommen immer mehr Empathen auf die Welt. Ein Phänomen, das weltweit zu beobachten ist.

Solange ein Empath nicht gelernt hat mit seiner Gabe umzugehen, ist er der Gefahr ausgesetzt, sich für psychisch krank zu halten. Erst das Erkennen, dass man hochempathisch geboren wurde und dies als Segen für die Menschen ansieht, ebnet den Weg in ein ruhiges, angstfreies Leben. Ich schreibe diesen Artikel aus eigener Erfahrung und aus einem aktuellen Anlass speziell für Hochempathische, die sich ihrer Gabe noch nicht ganz bewusst sind. 

Ein Empath zu sein ist etwas Besonderes. Jeder Mensch ist empathisch, kann also Mitgefühl für andere zu empfinden. Jedoch im Gegensatz zu jenen mit angeborener Empathie, führt das zu keinem markanten Einfluss auf das eigene Leben. Ein geborener Empath kann seine Empathie aber nicht abstellen. Er fühlt nicht nur, er kann den gesamten emotionalen Prozess und den Weg der Seele der Anderen wahrnehmen. Diese Dauerwahrnehmung schwächt sich nur ab, wenn er mit sich ganz allein ist. Ein Empath braucht daher viel Ruhe und Abgeschiedenheit, ganz gleich was die Umwelt dazu meint. Mit seiner Fähigkeit kann er Menschen zu tiefen Erkenntnissen über sich selbst verhelfen. Doch er muss darum gebeten werden, denn er wird sich niemals mit seiner Gabe aufdrängen. 

Wenn du das Folgende liest und ein »wilder Empath« bist, also jemand der nicht von seiner Gabe weiß, dann wirst du dich wiedererkennen. Ich habe ein paar meiner Merkmale und Verhaltenweisens aufgeschrieben:

 

Du bist oft außerordentlich müde, da du so viel wahrnimmst. Das Wahrnehmen all der Energien um dich herum raubt dir den letzten Rest Kraft. Nur im Schlaf und in der Ruhe kannst du dich wieder auftanken und den Defizit ausgleichen. Doch Schlaf-  und Ruhezeiten, die für »andere« ausreichen, sind für dich meist zu kurz und du musst dir zusätzliche Ruhe gönnen.

 

Du übernimmst plötzlich Symptome von anderen. Ist jemand in deiner Nähe aggressiv, fühlst du diese Aggression in dir. Ist jemand krank, fühlst du seinen Zustand in dir und dein Körper bildet möglicherweise ähnliche Symptome aus. Erzählt dir jemand von seinen blauen Flecken, erscheinen plötzlich ähnliche Flecken oder Schmerzen an den gleichen Stellen an deinem Körper. Alle Symptome verschwinden wieder, wenn du dich aus dem Einflussbereich dieser Personen entfernst.

Oft weißt du einfach etwas, ohne dass es dir erzählt wurde. Dieses Wissen ist plötzlich da und du spürst, dass es die Wahrheit ist. Oft sprichst du etwas aus und jemand in deiner Nähe sieht dich erstaunt an und sagt: »Genau das habe ich gerade auch gedacht!«  Je weiter deine Gabe entwickelt ist, desto öfter erlebst du das.

 

Du weißt sofort, ob ein Mensch lügt. Du fühlst die Ungereimtheiten zwischen den Worten und den Emotionen deines Gegenübers. Wenn er lügt, empfindest du eine Disharmonie, ohne dass du sie begründen könntest. Diese Eigenschaft ist für deine Umwelt sehr herausfordernd, da du kaum zu täuschen bist. Im Zusammenhang mit deinem Wahrheitssinn wirst du sehr direkt die Wahrheit ansprechen und bist dadurch schon öfter in angespannte Situationen gekommen.

 

Große Ansammlungen von Menschen, wie Märkte, Messen, volle Züge, Busse, und Bahnen sind eine große Herausforderung für dich. Du meidest diese Orte, denn sie überfordern dich. Zu viele Eindrücke, Energien und Gefühle prasseln von überall auf dich ein und es kann sein, dass du nervös und orientierungslos wirst. An solchen Orten bist du immer darauf bedacht, die Menge der einströmenden Informationen zu begrenzen. Z.B. durch Hören von beruhigender Musik mit Kopfhörer oder Aufsetzen einer dunklen Brille. 

Du liebst den kreativen Ausdruck in Musik, Malerei oder Tanz. Du fühlst dich beruhigt und gelassener, wenn du deine aufgenommenen Informationen auf diesem Weg wieder ausdrücken kannst.  Im Gegensatz dazu ist es für dich geradezu eine Qual, den Nachrichten in den Medien oder Berichten über Gewalt und Grausamkeiten zu folgen.

 

Deine physische Problemzone ist die Verdauung. Dein Solarplexus ist durch die Dauerbelastung sehr geschwächt und bedarf einer intensiven Pflege. Durch dieses Chakra  nimmst du die Emotionen und Energien aus deiner Umwelt auf. Die meisten der einströmenden Eindrücke können nicht verdaut werden und so entsteht der psychosomatische Komplex der Verdauungsbeschwerden.

 

Du ziehst oft Menschen an, die ihren mentalen Ballast bei dir abladen oder sich an deiner Energie aufladen wollen. Meist sind das Menschen, die mit ihren Gefühle nicht zurechtkommen. In den meisten Fällen wirst du die Gefühle dieser Personen aufnehmen, wahrnehmen und ausdrücken. Das kann für dich mit sehr großen Nachteilen verbunden sein, deshalb ist es besonders wichtig, hier sehr aufmerksam zu sein und besonders gut für dich zu sorgen. Für den Fall, dass dich Energieresonanzen mit narzisstischen Menschen zusammenbringen, solltest du Methoden parat zu haben, mit denen du dich distanzieren und regenerieren kannst.

 

Du bist immer für andere da. Jedes Mal, wenn irgendwo ein Wesen Hilfe braucht, bist du sofort bereit zu helfen. Dann bist du sofort Helfer, Heiler, Tröster und Kummerkasten. Du kannst Schmerz, Trauer und Ohnmacht einfach nicht ertragen und bist schon deshalb sofort bereit zu helfen.

 

Du hast eine spirituelle Grundhaltung dem Leben gegenüber und fühlst dich zu ganzheitlichen Therapien und Methoden hingezogen. Vielleicht hast du schon von Geburt an heilerische Fähigkeiten und arbeitest in einem Heilberuf. Du gibst viel, doch du fängst dir auch ebenso viel von den Bedürftigen ein. Deshalb musst du lernen an den Schmerzen, Gebrechen und dem Leid anderer nicht anzuhaften. Wenn du deine empathische Fähigkeit ausgebildet hast, kannst du vielen Menschen als Heiler, Therapeut oder Schamane wunderbar helfen, ohne dich selbst zu schwächen. 

 

In der Natur findest du immer zu dir zurück. Ein Aufenthalt in der Vielfalt der Schöpfung bringt dich schnell wieder in Einklang mit dem, was du für dich selbst hältst. Je ursprünglicher die Natur ist, desto besser fühlst du dich. Das hilft dir wieder ins Gleichgewicht zu kommen. In der Empfindung der tiefen Verbindung mit Mutter Erde, ihren Pflanzen und Tieren, findest du zu dir zurück und kannst deine Energie wieder auffüllen.

 

Du hast ein großes Bedürfnis nach Alleinsein, Ruhe und Stille. Wenn du das nicht bekommst, wirst du gereizt und sogar aggressiv. Das war schon seit deiner Kindheit so.  Schon damals brauchtest du Orte, an denen du dich von den vielen auf dich einstürzenden Energien und Eindrücken erholen konntest. 

 

Du liebst es, deine Zeit damit zu verbringen, deinen Phantasien und Tagträumen nachzuhängen. Es macht dir nichts aus den ganzen Tag lang nichts anderes zu tun, als deine inneren Bilder zu betrachten. Die Beschäftigung mit der Vielfalt deiner inneren Welten macht dich zufrieden und glücklich. Du findest in der inneren Einkehr einen natürlichen Zugang zu dir selbst, doch du musst auch wissen, dass hierin ein hohes Suchtpotential verborgen ist. Die richtige Balance zwischen dem inneren Erleben und deinem äußeren Ausdruck zu finden ist oft eine Herausforderung für dich.

 

Du verabscheust Regeln. Jede Art von Kontrolle ist dir ein Gräuel. Alles, was dich in deiner Freiheit einschränkt, wirkt schädigend auf dich. Es kann dich sogar krankmachen. Deshalb versuchst du jede Art von Einschränkung zu vermeiden, auch wenn dich das selbst in die soziale Isolation bringt - was dir ja auch nichts ausmacht.

 

Eine deiner Schattenseiten ist, dass du leicht einer Sucht verfallen kannst. Je bewusster Du Dir jedoch deiner Gabe bist, desto geringer ist diese Gefahr. Mit dem suchtartigen Verhalten versuchst du, die aufgenommenen Energien wieder loszuwerden, dich davon zu befreien und dich neu zu zentrieren. Sei also auf der Hut vor Drogen, Alkohol, Glücksspielen und Ähnlichem.  

 

Du kannst eigentlich nichts ohne Freude, Genuss und Leidenschaft tun. Du empfindest jede Art von Tätigkeit, die dich nicht ganz erfüllt als hohl. Als hochempathischer Mensch bist du absolut der Wahrheit verpflichtet, die du empfindest. Du kannst dagegen nicht verstoßen. Das bringt dir oft Probleme mit anderen ein. Deine stete Wahrheitssuche lässt oft Konflikte mit deinem Umfeld entstehen, doch du musst aus deinem inneren Antrieb heraus alles Unaufrichtige aufdecken. Du kannst gar nicht anders. Selbst wenn du es um des lieben Frieden willens versuchst, platzt es dann irgendwie von allein aus dir heraus. 

 

Du magst keine narzisstischen, egozentrischen oder unausgeglichen Menschen in deinem Umfeld. Du hast diese Personen aus deinem Leben verbannt, denn ihre Energie schmerzt dich. Vor allem treten diese Schmerzen im Herzbereich auf. Du hast eine Art Antenne für solche Menschen entwickelt und kannst ganz schön garstig ihnen gegenüber sein. Deine Schroffheit soll sie aus deinem Leben vertreiben. Doch die narzisstischen und egoistischen Menschen sind der Gegenpol zu deiner Begabung. Sie treten deshalb viel öfter in deinem Leben auf, als es dir lieb ist. Sie werden energetisch  durch eine Resonanz angezogen, denn du bist die ideale Quelle, von der sie ihre unersättliche Selbstbestätigung erhalten können, selbst wenn dich das vollkommen zerstören wird. 

 

Du bist ein liebenswerter Mensch und um dich zu schützen, wirkst du oft auf andere launisch, unbeteiligt und scheu. Du bist als Empath natürlich empfänglich für alle Stimmungen und Launen, die du aufschnappst. So kannst du an einem einzigen Tag das gesamte menschliche Gefühlsspektrum durchleben und durchleiden. Oft verwirrt das  deine Umwelt, denn in unserem sozialen Gefüge ist das ehrliche, ungeschminkte Zeigen unserer Gefühle nicht erwünscht. Deshalb wirst du oft als unsozial geoutet, wenn du starke Energien aufgeschnappt hast und die dazu passenden Gefühle direkt und authentisch zeigst. 

 

Du hast die Fähigkeit fast sofort die Lebensenergie von Nahrungsmitteln zu erfassen. Du fühlst die darin enthaltenen Geschichten, den Todeskampf der Tiere und Pflanzen oder andere damit zusammenhängende Energien. Deshalb bist du hierin sehr empfindlich. Wahrscheinlich hast du dich darum längst entschlossen, auf den Verzehr von Fleischprodukten zu verzichten. Es spielt keine Rolle ob du auf deine Wahrnehmung reagierst oder nur auf ein Bild oder eine Information auf der Verpackung. Du hast ein untrügliches Gefühl dafür, ob in einem Essen Schadstoffe enthalten oder Lebensmittel verdorben sind und du liebst Essen in denen die Lebenskraft noch pulsiert.

 

Manchmal erlebst du, dass sich dir unbekannte Menschen plötzlich öffnen und dir ihre Geschichte erzählen. Du bist ein wunderbarer Zuhörer, selbst dann, wenn dich das Aufgenommene schmerzt. Du bist unter fast allen Umständen bereit diesem Menschen sofort mit deiner Gabe zu helfen, auch ohne Gegenleistung. Das hast du aus deiner Heimat, jenseits der materiellen Welt, mitgebracht und das macht dich zum Geschenk und zum Segen für Mensch und Tier.

 

Du bist jedoch auch oft von Energiedieben belagert, die intuitiv um deine Gabe wissen. Deshalb hast du es oft mit Menschen zu tun, die rücksichtslos ihr Drama aufführen, Mitleid für ihr Leben erheischen oder dich einfach nur einschüchtern wollen. Du bist ein Empath und darfst auf solche Schmarotzer nicht hereinfallen, denn du würdest dich ihretwegen aufopfern. Schütze dich und ziehe Grenzen, damit du der Segen bleiben kannst, der du bist.

 

Ich selbst habe viele Jahre damit verbracht, meine Empathie anzuerkennen, über die negativen Auswirkungen hinwegzukommen und sie schließlich zu schulen. Sehr oft habe dich daran gezweifelt hier auf der Erde »richtig« zu sein. Meine Empathie brach nach einer tiefen Meditationserfahrung aus und ich dachte, ich würde verrückt durch die plötzliche Menge an Wahrnehmungen und Gefühlen. Heute setze ich mein Geschenk für das Große  und Ganze ein. Ich habe gelernt damit zu leben. Es ist immer noch eine Herausforderung, vor allem wenn ich als Coach tätig bin. Die Abgrenzung zum Anderen ist jedoch eine absolute Notwendigkeit, damit Vertrauen entstehen kann.  Alles in allem hat mir meine Fähigkeit im Leben aber mehr geholfen als geschadet. Ich kann jetzt damit umgehen und sogar andere Menschen anleiten, ihre eigenen Begabungen  ebenso anzunehmen und zu schulen.  

 

Schaff dir eine schöne, ästhetische Umgebung zum Wohnen und Arbeiten. Allein durch die Harmonie der Umgebung kannst du deine Liebe auftanken. Halte dich, sooft du kannst, von lauten und großen Menschenansammlungen fern. Es ist für dich lebenswichtig genug Ruhe, Raum und Zeit für dich zu haben. Glaube nicht, dass du deswegen auf etwas verzichten musst. Du weißt, dass du, wenn du ruhig bist, den Puls von »Alles-Was-Ist« wahrnehmen kannst und in dieses große System eingebettet bist. Erlaube dir, dich als etwas Besonderes zu betrachten. Sieh dich als weißen Schmetterling in einer Welt aus groben Steinen, Disteln und Ruß. Sei dir darüber bewusst und du wirst deinen hochschwingenden Platz für dich finden. 

 

Achte auch darauf, mit wem du deine Zeit verbringst. Deine Umgebung ist dann gut, wenn sie dich für deine Gabe wertschätzt und ehrt. Du hast eine wichtige Aufgabe für diese Erde, auch wenn dein rationaler Verstand dies nicht erfassen kann. Befreie dich von Kritik und Zweifel: Du bist ein Geschenk, deine Gabe ist eine Gnade.

 

Achte auf dich und sorge gut für dich. Gestalte dein Leben so liebevoll wie möglich und sorge für eine intensive Zentrierung, dann wirst du allmählich die Wertschätzung erhalten, die dir gehört. Du bist nicht so leistungsfähig wie es unsere Gesellschaft von den anderen Menschen erwartet. Gestalte deine Arbeitswelt liebevoll und folge deiner Wahrnehmung. Mach dir deshalb keine Vorhaltungen. Jedes Wesen hat das Recht auf seine Art und Weise zu leben - auch wenn die Art und Weise sonst keiner versteht. Vergewaltige dich nicht, indem du der Masse der Menschen nacheiferst und ihre Werte kopierst. DU bist einmalig. Mach nur die Dinge, die sich für DICH gut anfühlen, denn wenn du gegen dein inneres Gefühl verstößt, wird es zum Zwang werden.

 

Suche dir eine kreative Ausdrucksmöglichkeit, die dir liegt: Musik, Ausdruckstanz, Schauspiel, Malerei oder Schriftstellerei sind dafür wundervolle Möglichkeiten. Ich habe mich für Komposition, Musik, Fotografie und Schreiben entschieden. Die kreative Arbeit hilft dir zur Ruhe zu kommen und dich zu zentrieren, deine Gabe zu entwickeln und damit umzugehen. Als bewusster Empath hast du die Fähigkeit, dich auf einer tiefen mentalen Ebene mit anderen zu verbinden und ihnen dabei zu helfen, ihre Blockaden zu lösen. Du kannst sogar aufgestaute Energie innerhalb eines großen Gebietes auflösen und abfließen lassen oder festgesetzten erdgebundenen Energien den Weg ins Licht weisen. Für mich war die Gabe der Empathie nur ein Nebeneffekt auf meinem spirituellen Weg, doch nun ist sie ganz natürlich und strengt mich nicht mehr an. Sie hat sich harmonisch in mein Leben eingefügt und ich mache einfach, was ich sowieso tue.

In meinem Coaching ermuntere ich die Menschen in ihre Gefühle zu tauchen, und die Fixierung auf ihren rationalen Verstand zu bremsen. Dadurch fließen ihnen Klarheit und Wissen zu. Das habe ich mir zur Aufgabe in diesem Leben gewählt und es erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit und Freude.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten, dich täglich mit dir selbst zu verbinden und dich dadurch immer besser kennenzulernen. Die Zentrierung durch Meditation nährt deine Energie und deine Verbindung mit der »geistigen Welt«. Begib dich so oft wie möglich in die Natur. Das beruhigt deine Sinne. Tiefes, bewusstes Atmen erlaubt dir in Deiner Mitte zu bleiben und das Aufgenommene zu durchleben, ohne an ihm kleben zu bleiben. Du hast eine Verantwortung gegenüber dir selbst und allen Menschen, denn du verfügst über eine, noch sehr seltene Gabe. Trotzdem musst du deine persönlichen Grenzen einhalten und darfst dich nicht ohne Auftrag in die Energien anderer einklinken. Wenn du nicht bereits gelernt hast, mit der Hochempathie umzugehen, dann denke über eine Ausbildung nach, denn du musst lernen mit der nicht endenden Flut von Wahrnehmungen zurechtzukommen. Du musst dir über die Konsequenzen deiner Begabung bewusst sein und rechtzeitig dein Handeln anpassen. Der Informationsaustausch mit anderen Empathen ist wichtig, damit du lernst, dass du nicht der einzige Mensch auf der Welt mit dieser Begabung bist.  »Wilde Empathen«, die nichts von ihrer Gabe wissen, setzen ihre Gabe unbewusst ein. Daraus ergeben sich für sie selbst und ihre Umwelt große Probleme. Durch das fehlende Wissen, entstehen Fehlinterpretationen der eigenen Wahrnehmung und in deren Folge, eine Destabilisierung des Selbstbewusstseins, bis hin zum Glauben an eine psychische Erkrankung. Du kannst und darfst deine Fähigkeit nicht verleugnen, aber du kannst sie den Situationen in deinem Leben bewusst anpassen. Da du kaum Unterstützung in deiner  Umgebung finden wirst, lass dir nicht einreden neurotisch oder psychisch krank zu sein. Die Nichtbegabten können deine Seinsweise nicht verstehen und dir daher auch nicht helfen. Flüchte dich nicht in deine Projektionen und Phantasiewelten, denn damit wirst du dich selbst zerstören. Die Welt in der du bist, ist vielfältig, oft laut und chaotisch, aber prüfe selbst, ob nicht doch einen Grund in deiner Wahrheit vorhanden ist, der dir sagen kann, warum du hier bist.

 

Für die Anderen:

Empathie lässt sich, ebenso wie Hochsensibilität, nicht erlernen. Sie ist angeboren. In der Entwicklungspsychologie wird heute angenommen, dass Empathie zur »Grundausstattung« von Babys gehört. Sie ist Teil der symbiotischen Mutterbindung und zu frühkindlichen Bezugspersonen. Sie lässt in dem Maße nach, wie sich das duale »Ich-Du-Bewusstsein« entwickelt. Die Erhaltung empathischer Fähigkeiten hängt im weiteren Leben von der Umwelt, der Sozialisation und der eigenen Wert Orientierung ab. 

Menschen, die den Zugang zur Empathie verloren haben oder die sich ihrer Empathie nicht bewusst waren, können sich den Zugang durch die Beobachtung von anderen und sich selbst neu erschaffen. Meditation und Selbstreflexion sind dabei die besten Hilfen. Die verlorene Empathie kann spontan in Lebenskrisen wieder aufleben oder sich vor allem in spirituellen Krisen oder Bewusstseinsveränderungen reaktivieren.

Eine empathische Hochbegabung kann weder unterdrückt noch ignoriert werden. 

Ich hoffe ich habe die Symptome, an denen eine Hochempathie erkannt werden kann, genau genug genannt. Eine entsprechende Verhaltensweise gegenüber Empathen lässt sich daraus leicht ableiten. 

 

Falls du zu der Ansicht gekommen bist, dass deine empathische Begabung verschwunden ist oder du dich in der Gesellschaft von Empathen befindest, kannst du mit folgender Übung deine eigene Empathie wieder stärken:

 

Setze dich in ein Café, beobachte Passanten und frage dich dabei, wie du dich an ihrer Stelle fühlen würdest. Achte auf ihre Gesten, ihre Körperhaltung, ihren Gang, ihre Kleidung und Verhalten und dann fühle in dich selbst hinein. Werde dir ehrlich klar darüber ob du etwas fühlst, was du fühlst und ob diese Gefühle in der Art einer Wahrnehmung »aufgefangen« wurden. Das ist die ganze Übung. Sei dir immer klar darüber, was deine eigenen Gefühle sind und wie sie sich von wahrgenommenen Gefühlen unterscheiden. Frage dich, welche Gefühle sich in dir einstellen, wenn du Ereignisse, Menschen oder Tiere in deiner Umwelt beobachtest. Welche dieser Gefühle lehnst du ab? Welche  heißt du gut? Sind diese Gefühle sozial zugelassen? Spürst du andere Arten von Resonanzen, wenn du beobachtest? Lass keine Überflutung durch Gefühle zu. Wende dich von der Wahrnehmung ab, wenn sie zu stark wird. Bemühe dich um eine offene, anteilnehmende, freudige und mitfühlende mentale Lebenseinstellung. 

 

alles liebe

Hans

  • Du hast dich hier wiedergefunden?
  • Du bist bereit dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen?
  • Du bist bereit Konsequenzen zu ziehen?
  • Du brauchst eine erfahrene Begleitung?

 

     Dann wird es Zeit, dass wir uns treffen!