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Wenn Du erwachst, dann wundere dich nicht!

Wenn du erwachst, dann wundere dich nicht ... 

 

Wenn du im Hier und Jetzt erwachst, dann wirst du in deiner subjektiven Erfahrung quasi einen „luziden Traum“ erleben. Einen Traum, in dem du alle deine Fähigkeiten und dein volles Bewusstsein erhältst. Du wirst anders sein, als die übrigen Menschen, obwohl du im gleichen biologischen Körper stecken wirst. In dieser Verdichtungsebene deines Wesens lagert sich an den Resonanzstellen Materie an und der lebende Körper entsteht. Es ist klar, dass du in diesem erwachten Zustand keinem anderen begegnen wirst als dir selbst. Dein Traum ist dein Traum und alles darin ist von dir kreiert. Alles, was darin geschieht entstammt deinem Drehbuch.

Eine der Grundübungen, um in deinem Alltagstraum aufzuwachen, ohne ihn sofort abrupt zu beenden, ist die Achtsamkeit. Die Dinge zu beobachten und ihre verborgenen Gemeinsamkeiten zu entdecken, ist der Weg in das Gewahrsein des Erwachten. Du kannst diese Methode verwenden: Frage dich so oft wie möglich am Tag, wenn du glaubst wach zu sein, ob du träumst. Frage das jede Stunde oder zumindest jedes Mal, wenn dir etwas auffällt. Versuche dir dabei intensiv vorzustellen, dass du dich in einem Traum befindest, dass also alles, was du wahrnimmst, einschließlich deines eigenen Körpers – „bloß“ geträumt ist. »Bloß« deshalb, weil deine aktuelle Prägung, einem Traum weniger Wirklichkeit zuspricht, als deinem sogenannten »Wachzustand«. Achte bei der Überprüfung der Frage auf alles, was augenblicklich geschieht und verknüpfe es im Geiste mit der unmittelbaren und ferneren Vergangenheit. Ist da etwas Ungewöhnliches? Hast du Erinnerungslücken? Stell dir die Frage immer in Situationen, die auch für Träume charakteristisch sein könnten oder wenn dich etwas spontan daran erinnert. Frage dich, ob du in einem Traum bist, wenn du etwas Überraschendes oder Unwahrscheinliches erlebst. Und auch, wenn du in eine extreme Gefühlssituation gerätst. Falls du dann noch Zeit, Gelegenheit oder Lust dazu haben solltest. 

Achtsame Erlebnisse setzen sehr plötzlich ein. Vor ihrem Beginn gibt es in der Regel kein »davor«, sondern eine Lücke. Diese Lücke entsteht dadurch, dass ein Teil deines Bewusstseins transformiert, wenn es aus dem Alltagstraum „gezogen“ wird. Diese Lücke zeigt sich durch eine plötzlich springende Uhrzeit. Von der übersprungenen Periode hast du keine Erinnerung. Du musst dir diese fehlende Zeit durch logische Folgerungen füllen. Es ist auch möglich, dass die Kontinuität deiner Wahrnehmung ausetzt. Kontinuität existiert nur in deiner Vorstellung. Wenn du also bemerkst, dass sich Dinge z.B. Aussagen auf Plakate sich beim zweiten Hinsehen verändert haben und es beim dritten Hinsehen wieder tun, dann glaube nicht, dass du spinnt. Du hast einfach in diesem Augenblick ein Quäntchen mehr „hyperreales“ Bewusstsein. Nutze es, in dem du es als Brücke für den wartenden Rest verwendest. Du kannst folgende Übung machen, um das Aufwachen zu beschleunigen:

 

Lenke Deine volle, ungeteilte Aufmerksamkeit in die geometrische Mitte deines Gehirns. Dort, in der Mitte, auf der Schnittlinie zwischen Stirnmitte und 1.Halswirbel und der geraden Linie zwischen den Ohrmitten ist die Zirbeldrüse lokalisiert. Stelle sie dir wie einen geschlossenen Tannenzapfen vor, der übersät ist mit goldenen Harztropfen. Mit voller Aufmerksamkeit höre, welche Töne sich in diesem Punkt einstellen. Nach einer Weile wirst du Töne oder ein Rauschen hören, in verschiedenen Tonhöhen und unterschiedlichen Abständen. Zuerst wirst du aber wahrscheinlich nur das leise Zischen gelegentlicher molekulare Geräusche in den Ohren hören. Lass dich nicht entmutigen, mit der Zeit stellt sich definitiv ein Klang ein. Dieser Klang wird direkt vom Gehirn wahrgenommen und nicht durch die äußeren körperlichen Traum-Ohren! 

Du hörst dich dann selbst, wie deine bewusste Energie diesen physischen Traum-Körper durchfließt. Du solltest deine ungeteilte Aufmerksamkeit auf den Ton mit der höchsten wahrnehmbaren Frequenz richten und dir vorstellen, wie diese Energie den Tannenzapfen öffnet, so dass er seine Schuppen weit öffnet und alles herausfließt, was darinnen ist. Lass dich überraschen, was diese Übung noch alles hervorzaubern kann.

 

Die Aktivierung der Zirbeldrüse ist die Grundvoraussetzung zum Erwachen. Sie ist das Tor, das du öffnen musst, um komplett in diese Realität zu kommen. Alles andere geschieht  mehr oder weniger von allein. Wenn du deine Augen nach solch einer Meditation öffnest, kannst du möglicherweise deine Umgebung mit flammendem Licht erfüllt finden. Am Anfang können Ton und Licht in einem beschränkten Teil des Kopfes erscheinen; höchstwahrscheinlich in einem der Ohren. Du solltest diesem Ton dann jedoch nicht folgen, sondern wieder ganz wach und achtsam auf die dich umgebende Realität achten.

 

Es macht für dich keinen Sinn deine Zuflucht in der Informationsbeschaffung in deiner Alltagswelt zu suchen. Du hast diese Informationen alle schon. Die ganze Wissenschaft, alle spirituellen Techniken, deine hier erworbenen Erfahrungen – sie alle stammen von dir! Sie sind die Materialisation dessen, was du bist. Was dir fehlt ist die Möglichkeit dein Gewahrsein ohne die Filterungen deines Bewusstseins zu erlangen. Damit du dich selbst vollständig erfahren kannst, muss dein Bewusstsein schweigen und Platz machen für das Gewahrsein, in das es eingebettet ist. Dieses Gewahrsein bist du in deiner nicht individualisierten Form.

Es sollte dir also daran gelegen sein dein Bewusstsein bis hin zu seinen Grenzen zu entwickeln. Hinter diesen Grenzen warten deine Fähigkeit und deine höheren Funktionen darauf, wieder entdeckt zu werden. Dazu kannst du alles verwenden, woran du glaubst, doch besser ist es, die effektivste und schnellste Methode zu verwenden, die du kennst: Sehnsucht und Liebe! Aber hier musst du aufpassen! Nicht die Sehnsucht nach den Dingen dieser Welt ist gemeint, auch nicht die weltliche Liebe, sondern deine Sehnsucht nach Vollständigkeit und die Liebe zu dir. Dein unumstößlicher Wunsch zu erwachen und hier und jetzt sein zu wollen, wird diese Barriere sprengen. Dieses »torlose Tor« ist eine Illusion, die sich in deinem Bewusstsein befindet und ihm verbietet deinen Geist ungefiltert zu erfahren. Diese Illusion pendelt zwischen deiner Wirklichkeit und deiner biologischen Existenz. Du darfst dich hier nicht täuschen lassen! Deine Wahrnehmungsrealität lässt viele Dinge so erscheinen, wie sie gar nicht sind. Denk nur noch einmal an die Verzerrungen, die durch die Transformation geschehen. Du musst mit jeder Faser deiner hiesigen Existenz wünschen, in diesem »Alltags-Traum« zu erwachen. Du musst danach handeln und leben. Damit signalisierst und beglaubigst deinen Wunsch gegenüber dem Welt-Universum. Dann wird es deinen Wunsch akzeptieren und ihn begünstigen. Fühlst du diese Akzeptanz in dir aufsteigen, wird es geschehen. Und mit dir in allem, was du jemals erkannt und wahrgenommen hast! Herzlichen Glückwunsch – du hast es geschafft!

 

Doch eines noch: Bei solchem Tun kommt es im Allgemeinen zu einer Überflutung von tiefen, intensiven Emotionen und Gefühlen. Das erlebst du gewöhnlich als hochenergetisches, dramatisches Geschehen. Du wirst das Gefühl von etwas ungeheuer Bedeutsamem, dem Erleben einer spirituelle Erfahrung oder einer mystische Vereinigung haben. Das ist zwar wahr, aber es ist ebenso wahr, dass dies nur ein Übergangszustand in einer Realität ist. Nimm es also als nicht als so wichtig oder so tragisch an, wenn an einem bestimmten Punkt der Übung, sich dein Herz-Zentrum öffnet, und du von Freude, Glückseligkeit und Liebe überflutet wirst. 

Wenn es die ersten Male passiert, dann wird es die Verbindung zu deinem wirklichen Wesen unterbrechen und du wirst für eine gewisse Zeit wieder in dieser Realität aufgehen. So lange, bis das eingeströmte Bewusstsein wieder in den Normalzustand gefunden hat. In dieser Zeit wirst du dir entrückt und vorkommen und das Gefühl emotionaler Freiheit haben, manchmal begleitet von schönen Gedanken, Bildern und Visionen. Dein Herz ist dann voller Liebe und Mitgefühl, sich selbst und anderen gegenüber. Du siehst vielleicht Licht in verschiedenen schönen Farben und Intensitäten, oder du glaubst aus Licht zu bestehen. Du erkennst vielleicht: »Ich bin das Licht.« … 

Darum sei gewarnt: Das Einströmen in diese Realität birgt auch kritische Situationen. Die Biologie ist ein empfindliches Gleichgewicht aus ungezählten Faktoren. Die innere Entwicklung und die damit verbundenen energetischen Erfahrungen sind stets Versuchungen. Du kannst nach diesen Traum-Erfahrungen süchtig werden und deine Sehnsucht nach Ganzheit vergessen. Dein Prozess essentieller Entwicklung wird unterbrochen und du wirst wieder in deiner Alltags-Wirklichkeit aufwachen, die du kennst. Diese Sucht nach energetischen Dimensionen veranlasst dich dann, extensiv zu meditieren und aus der Meditation wird dann eine zweckorientierte Handlung. Sorge also dafür, dass sich dein Erwachensprozess in aller Stille vollzieht, mitten im Alltag, ohne besondere Hervorkehrung oder Aufregung. 

 

Wenn du spürst, dass du bis in dein Herz eingedrungen bist, nutze es, um zur Erfahrung essentieller Präsenz zu gelangen. Wenn du dir erlaubst, über Glanz und Erregung hinaus in die tiefere, ruhigere und feinstofflichere Gegenwart deines Herzens zu schauen, beschleunigt sich der Prozess. Das Herz-Zentrum, ist mit der Erfahrung des Mitgefühls verbunden. Hier verschwinden Erregung, Glanz und Drama des Herz Chakras.  Stattdessen empfindest du Leere im Brustkorb. Deine ganze Brust wird sich anfühlen, als wäre nichts mehr da. Es ist nichts übrig, außer einer sehr klaren, friedlichen und stillen Leere. Du fühlst es, als geschehe da nichts, aber es ist offen und hell. Wenn du aufmerksam bist, wirst du bemerken, dass diese friedvolle Leere von einer sehr feinen und feinstofflichen Präsenz durchdrungen ist, die so filigran und subtil ist, dass sie oft übersehen wird. Übersieh sie nicht! Du empfindest ein feines und besonderes Mitgefühl, für dich selbst und für andere. 

Wenn du noch aufmerksamer bist, wirst du merken, dass keine Emotion mehr da ist. Es gibt nicht die geringste emotionale Entladung mehr. Wundere dich nicht, sie wurden ersetzt durch etwas, was hier »liebevolle Güte« genannt wird. Wenn du untersuchst, woraus diese »liebevolle Güte« besteht, wirst du immer mehr feststellen, dass es sich um dein Selbstgefühl handelt. Du wirst kaum in der Lage sein, diesen Zustand in normalen Worten auszudrücken. Du musst nach Worten ringen, um es aussprechen und wirst trotzdem das Gefühl nicht los, dass es dir nicht gelingt. Schweige dann und wisse: Ich erwache! 

Lass dieses Wissen in dir wirken und es wird dich auszeichnen, ohne dass du ein Wort sagen müsstest. Und solltest du es doch formulieren müssen, erinnere dich daran, dass du ein Meister der „dritten“ Sprache bist! 

Was immer dir geschieht, du erlebst dich selbst. Das ist nicht nur hier so, sondern überall. Deshalb gibt es keinen intelligenten Grund woanders hinzugehen. Selbstverständlich steht es dir frei, zu kommen und zu gehen so oft du willst, denn dein Wille ist wirklich frei. Es wäre jedoch super, wenn du für immer bleiben würdest. Und bevor ich dich jetzt deinem Schicksal in dieser Welt überlasse, die bereit ist für dich, möchte ich dich bitten, den saloppen Ton, mit dem du deine Selbstgespräche führst nicht abzulegen.

Es tut so gut, die verstaubte Ernsthaftigkeit abzustreifen. Du musst keine alten Schinken mitbringen, in denen das Wissen der Erdzeitalter verzeichnet ist. Es ist alles komplett da, wenn du da bist. Darauf freue ich mich, denn dann kann ich mir endlich einmal selbst die Hand geben und mir auf die Schulter klopfen. Oder du mir? 

Wer klopft, wer ist der Geklopfte? 

 

Alles Liebe

Joan